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Interpretation der Gebote im Markusevangelium

Series:

Yongjae Kim

Die folgenden drei Punkte für die Interpretation der Gebote im Markusevangelium sind zu beachten. Der markinische Jesus steht den Geboten grundsätzlich positiv gegenüber. Markus legt das Gewicht darauf, den Willen Gottes in Bezug auf die Gebote zu erhellen, indem er meist die Gebote Mose beziehungsweise aus dem Deuteronomium zitiert. Die von Jesus interpretierten Gebote geben den Lesern des Markusevangeliums die Nachfolge-Ethik bezüglich ihrer verschiedenen Lebensbereiche. Das Deuteronomium und der Schöpfungswille Gottes sind der Maßstab für die Interpretation der Gebote. Markus sieht das Liebesgebot (Mk 12,28-34) als die Basis der Nachfolge-Ethik vor, die drei Gebote (Mk 10,1-12, 17-31; 12,18-27) als die Nachfolge-Ethik in der Familie und die vier Gebote (Mk 2,13-17; 2,23-28; 3,1-6; 7,1-23; 11,12-26) als die Nachfolge-Ethik in der Gemeinde. Die Leser des Markusevangeliums sollen die Gebote einhalten gemäß der Interpretation Jesu.
Aus dem Inhalt: Grundsätzlich positive Stellung des markinischen Jesus zu den Geboten – Deuteronomium als der Maßstab für die Interpretation der Gebote – Nachfolge-Ethik bezüglich der verschiedenen Lebensbereiche der Leser – Identität der Leser als Nachfolger Jesu – Das Markusevangelium als episodische Erzählung – Erzähltheorie – Intertextualität.