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Diachrone Varietätenlinguistik. Theorie, Methoden, Anwendungen

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Edited By Carolin Patzelt and Elton Prifti

Dieser Band widmet sich der Diskussion von Theorien und Methodiken einer diachron orientierten Varietätenlinguistik. Ausgangspunkt der hier versammelten Beiträge ist dabei die These, dass die Geschichtsschreibung einer Sprache sich nicht nur auf eine exemplarische (Standard-)Varietät beziehen darf, sondern dass die systematische Berücksichtigung sprachlicher Heterogenität gerade auch in diachronen Studien unabdingbar ist. Vor diesem Hintergrund arbeiten die AutorInnen in ihren Beiträgen theoretische und methodische Probleme und Perspektiven einer zeitgemäßen diachronen Varietätenlinguistik heraus und illustrieren diese anhand konkreter Fallbeispiele aus der gesamten Romania.

Bezeugungen von Entlehnungen in großen Sprachen als Mittel zur Datierung von Wörtern in Kleinsprachen (Johannes Kramer) – Konvergenzen und Divergenzen im Schreiben ungeübter Schreiber (Französisch, Italienisch, Deutsch) (Gerhard Ernst) – Fehlende Berücksichtigung diasystematischer Dimensionen als Prozessfehler. Modellierung anhand des Beispiels der Verbalperiphrasen im Spanischen (Carsten Sinner) – La variazione nella Romania dalmatica altomedievale (Nikola Vuletić) – Variación y contacto. El español andino en textos coloniales (Carlos Garatea) – Die Diachronie des Judenspanischen (Judezmo) und seiner Varietäten - ein Stiefkind der Lexikographie (Rafael Arnold) – Zum Status der Subjektpronomina im Altfranzösischen (Georg Kaiser / Michael Zimmermann) – Denotaciones y connotaciones del sufijo –ismo.Variación diacrónica y discursiva (Miguel Metzeltin) – Neues zur Entstehung und Ausbreitung der Konstruktion mit SER FOCALIZADOR. Ein Plädoyer für die afrohispanische Hypothese (Miguel Gutiérrez Maté) – Junger Wein in alten Schläuchen? Bemerkungen zur diachronen Entwicklung des Lunfardo anhand zweier Textbeispiele aus den Jahren 1887 und 2000 (Eva Gugenberger)