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Europäisierung - Globalisierung - Tradition. Herrschaft und Alltag in Südosteuropa

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Edited By Klaus Roth, Wolfgang Höpken and Gabriella Schubert

Die Gesellschaften Südosteuropas waren nach 1989 drei tiefgreifenden Prozessen unterworfen: der postsozialistischen Transformation, der Globalisierung und der Annäherung an die Europäische Union. Sie haben nicht nur in Politik und Wirtschaft enorme Veränderungen bewirkt, sondern auch grundlegende Koordinaten des Alltagslebens verändert. Vor allem in den postsozialistischen Ländern wurden die Menschen massiv mit neuen kulturellen Ausdrucksformen und Modellen konfrontiert, die die Strukturen ihres Alltags und ihre Alltagskultur nachhaltig veränderten. Die aus den Referaten der 50. Hochschulwoche der SOG hervorgegangenen 16 Beiträge dieses Bandes behandeln - aus ethnologischer, soziologischer, kulturgeographischer und historischer Perspektive - diese dynamischen Prozesse sowie auch deren oftmals krisenhaften Folgen. Nach den stürmischen Umbrüchen der 1990er Jahre ist eine gewisse Stabilisierung der Alltagskultur erkennbar, die gekennzeichnet ist durch kreative Adaption westlicher Moderne ebenso wie durch den Rückzug auf eigene "traditionelle" Formen, durch die Spannung zwischen demonstrativer "Europäizität" und weniger sichtbarer, für das Alltagshandeln aber wirkmächtiger "Balkanizität". Diese Prozesse der Neuformierung des Alltagslebens behandeln die Autoren dieses Bandes in den Themenfeldern "Alltag und Lebenswelt", "Werthaltungen und Lebensstrategien", "Praktiken der Alltagsbewältigung", "Räume und Dinge des Alltags" sowie anhand konkreter kultureller Ausdrucksformen wie der Feste, der Popularmusik und der Alltagssprache.

Alltag und Lebenswelt - Werthaltungen und Lebensstrategien - Praktiken der Alltagsbewältigung - Räume und Dinge des Alltags - Ausdrucksformen: Feste, Popularmusik, Alltagssprache