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«Aber jetzt tu ich ein bisschen mélanger»

Kommunikationsstrategien bei mehrsprachigen Kindern im reziprok-immersiven Unterricht

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Kristel Ross

Im Verlaufe jedes Fremdsprachenlernens kommen Lernende immer wieder an die Grenzen ihrer Ausdrucksfähigkeit und müssen sich mit sprachlichen Strategien behelfen, um das von anderen Gesagte in der Fremdsprache zu verstehen und um sich ausdrücken zu können. Im Rahmen des Projekts Filière bilingue (FiBi), welches reziprok-immersiven Unterricht in der zweisprachigen Stadt Biel/Bienne (Schweiz) anbietet, werden die deutsch- und französischsprachigen Kinder von Anfang an mit beiden Sprachen konfrontiert. Die Kommunikationsstrategien sind demzufolge fester Bestandteil der Gespräche sowohl zwischen den Schülerinnnen und Schülern als auch zwischen den Lernenden und der Lehrperson. Die vorliegende Forschungsarbeit untersucht das kommunikationsstrategische Verhalten von acht Mädchen über vier Jahre, vom Kindergarten bis zur zweiten Klasse der Primarschule. Aus der Datenanalyse entstand eine Kategorisierung von zehn Kommunikationsstrategien. Die Untersuchung hat gezeigt, dass sich die Kommunikationsstrategien der Kinder mit zunehmender Zielsprachenkompetenz in Bezug auf die Komplexität, die Vielfalt bzw. Häufigkeit, die Kombination mit anderen Kommunikationsstrategien, die bewusste Anwendung und die Funktion entwickeln.

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