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Kunst und Kanon: Tafeln der bildenden Kunst in gymnasialen Lesebüchern der Weimarer Republik

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Gisela Teistler

Die Lehrpläne der Weimarer Republik sahen vor, den Deutschunterricht zu einer Kulturkunde im Sinne einer Deutschkunde zu erweitern. So erhielt auch die deutsche Kunstgeschichte darin ihren Raum. Die Spuren zeigen sich vor allem in den Lesebüchern, in denen nun auch Kunsttafeln integriert wurden. Aber welche Arten von Kunstwerken sind abgebildet, und welche Maler wurden bevorzugt? Sind an der Auswahl der wiederholt auftretenden Werke Vorlieben zu entdecken, und wird dadurch eine gewisse Kanonisierung von kunstgeschichtlichem Wissen sichtbar? Legten die Werke und die sie begleitenden Textbeiträge nationalbetonte Interpretationen nahe; weisen diese bereits in Richtung der NS-Zeit? Um Antworten auf diese und weitere Fragen zu finden, wurden für diese Studie 13 Lesebuchreihen für die höheren Schulen ausgewertet.

Gisela Teistler ist promovierte Philologin und war langjährige Leiterin der Bibliothek des Georg-Eckert-Instituts, Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung in Braunschweig. Sie publizierte überwiegend im Bereich historischer Schulbuchforschung, insbesondere zu Lesebüchern und Fibeln. Zuletzt verfasste sie eine umfangreiche Studie zur Geschichte von deutschen Schulbüchern und Schulbuchverlagen der Nachkriegszeit bis 1949.