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Persona. Zur Ethik des Panaitios

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Annekatrin Puhle

Panaitios' Theorie der vier «personae» des Menschen wirft die Frage nach der Individualität auf. Die vorliegende Arbeit hebt den Gedanken der vierten, aus Freiheit gewählten «persona» hervor, die nicht den rolle-spielenden Menschen, sondern die harmonische individuelle Persönlichkeit meint. Die ästhetische Komponente des Formens der «persona» durch das Wahren des «decorum» begründet die ethische Bedeutung der Individualität. Das Ideal des stoischen Weisen ist dem wirklichen, individuellen Menschen gewichen. Die Praxis gewinnt Bedeutung gegenüber der Schultheorie, der Mensch legt Hand an die Natur. Insofern ist Panaitios' Philosophie eine Revision der Stoa.
Aus dem Inhalt: Individualität bei Panaitios? - Die vier «personae» des Menschen - Das «decorum» - Individualität oder Rollenspiel? - Ausblick: Renaissance und Humanismus/Shaftesbury/Goethezeit - Fragmente zu Panaitios (mit Übersetzung).