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Das «Ende der Kunstperiode»

Kulturelle Veränderungen des «literarischen Feldes» in Russland zwischen 1825 und 1842

Series:

Jochen-Ulrich Peters and Ulrich Schmid

Im Anschluss an die Reflexionen von Hegel und Heine über das «Ende der Kunstperiode» und die kultursoziologischen Arbeiten von Pierre Bourdieu wird die Entwicklung der russischen Kultur und Literatur bis zur Konstitution des frühen Realismus verfolgt. Dabei werden sowohl die Veränderungen des literarischen Systems selbst als auch ihre politischen Voraussetzungen und institutionellen Rahmenbedingungen analysiert. Die vor allem von Puschkin, Odojewskij, Bulgarin, Lermontow und Gogol geprägte literarische Evolution wird auf diese Weise gleichzeitig historisch, philosophisch, ästhetisch und rezeptionsgeschichtlich begründet und dokumentiert.
Aus dem Inhalt: Jochen-Ulrich Peters/Ulrich Schmid: Einleitung – Jochen-Ulrich Peters: Hegels Diktum vom «Ende der Kunst» und Heines Postulat über das «Ende der Kunstperiode» – Jochen-Ulrich Peters: Das Bewusstsein vom «Ende der Kunstperiode» in der russischen Literatur und Literaturkritik nach dem Dekabristenaufstand – Jochen-Ulrich Peters: B. Ėjchenbaums Kategorie des «literarnyj byt» und P. Bourdieus Konzept des «champ littéraire» – Iris Hutter: Historische Voraussetzungen und gesellschaftliche Rahmenbedingungen – Ulrich Schmid: Die institutionellen Rahmenbedingungen des «literarischen Feldes» – Ilja Karenovics: Die Anfänge der russischen Philosophie und das «Ende der Kunstperiode» – Jochen-Ulrich Peters: Die symptomatischen Veränderungen der russischen Lyrik in den späten 1820er und 1830er Jahren – Ulrich Schmid: Von der literarischen Konstruktion einer nationalen Vergangenheit zur Literarisierung der Geschichte: Historiographische Darstellungen und historische Romane – Jochen-Ulrich Peters: Von der satirischen Sittenschilderung zur negativen Utopie: Bulgarins Ivan Vyžigin und Gogol’s Mertvye duši – Joseph Steinfeld: Die Literaturkritik als vermittelnde und steuernde Instanz: Von der Salonkultur zum professionellen Journalismus – Jochen-Ulrich Peters/Ulrich Schmid: Das «Ende der Kunstperiode» als Epochenillusion und als Epochenschwelle.