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Selbstdarstellung in der Wissenschaft

Eine linguistische Untersuchung zum Diskussionsverhalten von Wissenschaftlern in interdisziplinären Kontexten

Series:

Lisa Rhein

Selbstdarstellung, Image- und Beziehungsarbeit spielen in der Wissenschaft eine zentrale Rolle. Dieses Buch untersucht aus vornehmlich gesprächsanalytischer Perspektive, wie Images und Beziehungen der Akteure interaktiv konstituiert und ausgehandelt werden. Im Fokus stehen dabei Fachdiskussionen von Wissenschaftlern auf interdisziplinären Konferenzen. Grundlage ist ein von Soziologie und Psychologie befruchtetes linguistisches Methodeninventar. Die Autorin zeigt, wie Wissenschaftler in Diskussionen Images aufbauen, angreifen und verteidigen, wobei die Fachidentität der Akteure von zentraler Bedeutung ist. Sie erklärt ebenso, wie Wissenschaftler Kompetenz – auch bei vorhandenem Nichtwissen – signalisieren und Humor zur Beziehungsgestaltung nutzen.
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Inhalt

Inhalt

Vorwort

1  Einleitung: Selbstdarstellung in der Wissenschaft

    1.1  Zielsetzung

    1.2  Aufbau der Arbeit

2  Der Rahmen: Selbstdarstellung als Forschungsgegenstand

    2.1  Soziologischer Ansatz: Erving Goffmans Untersuchungen der sozialen Interaktion

           2.1.1  Interaktion und Selbstdarstellung

           2.1.2  Techniken der Imagepflege und Eindrucksmanipulation

           2.1.3  Das Gespräch als eine Form der Interaktion

           2.1.4  Zusammenfassung der Beobachtungen und Beschreibungen Goffmans

    2.2  Sozialpsychologischer Ansatz: Impression Management (IM)

           2.2.1  Selbst- und Fremdbild

           2.2.2  Taktiken und Strategien des Impression Management

    2.3  Zwischenfazit: Selbstdarstellung als Kombination von verbalem, paraverbalem und nonverbalem Verhalten

           2.3.1  Nonverbales Verhalten

           2.3.2  Paraverbale Selbstdarstellung

           2.3.3  Verbale Selbstdarstellung

           2.3.4  Übersicht über nonverbalen, paraverbalen und verbalen Mittel der Selbstdarstellung (ohne konkrete IM-Techniken)

    2.4  Linguistische Ansätze zu Selbstdarstellung und Beziehungsmanagement in Gesprächen

           2.4.1  Selbstdarstellung und Imagearbeit: theoretische Ansätze und sprachliche Strategien

           2.4.2  Beziehungskommunikation: theoretische Ansätze und sprachliche Strategien

    2.5  Notiz zum Stellenwert der zusammenfassenden Tabellen

3  Wissenschaftskommunikation

    3.1  Der wissenschaftliche Vortrag

           3.1.1  Die Struktur von Vorträgen

           3.1.2  Sprachliche Besonderheiten der Textsorte Vortrag

           3.1.3  Zum Selbstdarstellungsverhalten in Vorträgen

    3.2  Die wissenschaftliche Diskussion

           3.2.1  Die Struktur wissenschaftlicher Diskussionen

           3.2.2  Zur Sprache in wissenschaftlichen Diskussionen

           3.2.3  Zum Selbstdarstellungsaspekt in wissenschaftlichen Diskussionen

    3.3  Disziplinäre und interdisziplinäre Forschungskontexte

           3.3.1  Disziplinarität

           3.3.2  Interdisziplinarität

           3.3.3  Zur Kommunikation von Wissen in disziplinären und interdisziplinären Kontexten

4  Forschungsdesign

    4.1  Erläuterungen zum Untersuchungskorpus

           4.1.1  Vorstellung der Tagungen und Diskussionsanlässe

           4.1.2  Notiz zur Forschungsethik

           4.1.3  Transkriptionsverfahren

    4.2  Fragestellungen, Vorgehensweise und Methode

           4.2.1  Fragestellungen im Detail

           4.2.2  Entwicklung und Darstellung der Methode

           4.2.3  Zum Vorgehen in der Analyse

           4.2.4  Wie stellen sich Wissenschaftler in interdisziplinären Diskussionen dar? Vorbemerkungen zur Ergebnispräsentation

5  Gegenseitiges positives und negatives Kritisieren

    5.1  Methodische Anreicherung

    5.2  Positive Kritik

           5.2.1  Einleitendes Danken

           5.2.2  Zustimmen

           5.2.3  Zusammenfassung: Positives Kritisieren

    5.3  Negative Kritik

           5.3.1  Negative Kritik in den Plenumsdiskussionen

           5.3.1.1  Kritik am Wissenschaftsverständnis

           5.3.1.2  Methodenkritik

           5.3.1.3  Kritik am theoretischen Ansatz

           5.3.1.4  Kritik mit unterschiedlichen Referenz-Wert-Kombinationen

           5.3.1.5  Zusammenfassung der Ergebnisse aus den Plenumsdiskussionen

           5.3.2  Negative Kritik in den Fokusdiskussionen

           5.3.2.1  Kooperativ-klärungsorientierte Fokusdiskussionen

           5.3.2.2  Konfrontativ-dissensbetonende Fokusdiskussionen

           5.3.2.3  Zusammenfassung der Ergebnisse aus den Fokusdiskussionen

    5.4  Fazit: Gegenseitiges Kritisieren – sprachliche Formen und Bewertungsgrundlagen

6  Zur Rolle der Fachidentität in interdisziplinären Diskussionen

    6.1  Methodische Anreicherung

    6.2  Thematisierung von Fachidentität in den Diskussionen

           6.2.1  Nennung der Fachidentität zur Perspektivierung des Beitrags

           6.2.2  Nennung der Fachidentität zur Kontrastierung von Disziplinen/Perspektiven

           6.2.3  Fachidentitätsthematisierung zur Identifikation mit und Reflexion der Fachkultur/Arbeitsweise

           6.2.4  Thematisierung der Fachidentität zur Distanzierung von der eigenen Disziplin

           6.2.5  Verweise auf die Fachidentität zur Einleitung oder Verteidigung von Kritik (im weitesten Sinne)

    6.3  Fazit: Fachidentitäts-Thematisierungen in interdisziplinären Diskussionen

7  Kompetenz, Expertenschaft und Nichtwissen

    7.1  Methodische Anreicherung

    7.2  Wie werden Kompetenz und Fachwissen signalisiert?

           7.2.1  Paraphrasen der Inhalte eigener oder fremder Beiträge

           7.2.2  Kontrastieren der eigenen Forschung mit den Vortragsinhalten

           7.2.3  Vorschläge

           7.2.4  Vorbringen einer Alternative

           7.2.5  Zusätzliche Interpretationen anbieten

           7.2.6  Das Einfordern von und Fragen nach (weiteren) Informationen

           7.2.7  Verwendung von Fachterminologie

           7.2.8  Ergänzungen anbringen, Kenntnis der Forschung und Literatur signalisieren

           7.2.9  Hinweisen auf wissenschaftliche Werte

           7.2.10  Selbstinitiiertes Anschneiden eines neuen Themas

           7.2.11  Selbstinitiiertes Darstellen eigener Leistungen

           7.2.12  Kenntnis von wissenschaftlichen Denk-/Arbeitsprinzipien und logisches Denken signalisieren

           7.2.13  Verweis auf den disziplinären Hintergrund

           7.2.14  Fremdzuschreibung von Fachwissen und Expertenschaft

           7.2.15  Zusammenfassung: Kompetenz und Expertenschaft signalisieren

    7.3  Zur Darstellung von Kompetenz trotz Nichtwissen und Unsicherheiten

           7.3.1  Methodische Anreicherung

           7.3.1.1  Strategien im Umgang mit Nichtwissen und Unsicherheiten

           7.3.1.2  Nichtwissen und Imagegestaltung

           7.3.1.3  Differenzierungsmöglichkeiten von Nichtwissen

           7.3.1.4  Sprachliche Mittel zum Ausdruck von Nichtwissen und Unsicherheit

           7.3.2  Der (strategische) Umgang mit Nichtwissen – Herausforderungen für die Imagearbeit von Wissenschaftlern

           7.3.2.1  Nichtwissens- und Unsicherheitsmarkierungen als Ausdruck von Höflichkeit

           7.3.2.2  Nichtwissen als Konstituente von Wissenschaft

           7.3.2.3  Nichtwissen als Diskussionsanlass / zur wissenschaftlichen Infragestellung

           7.3.2.4  Zusammenfassung: Tendenzen des Umgangs mit Nichtwissen in wissenschaftlichen Diskussionen

    7.4  Fazit: Kompetenz, Expertenschaft und/trotz Nichtwissen

8  Humor in wissenschaftlichen Diskussionen

    8.1  Methodische Anreicherung

    8.2  Humor in interdisziplinären Diskussionen

           8.2.1  Humor zur eigenen Gesichtswahrung

           8.2.2  Humor zur Unterbringung von Komplimenten

           8.2.3  Humor zur Abschwächung eines Angriffs

           8.2.4  Humor zur oberflächlichen Abschwächung von Provokationen

           8.2.5  Humor zur Spannungslösung

           8.2.6  Humor zur Kritik von Rahmenbedingungen („Galgenhumor“)

    8.3  Weitere Befunde zu Humor in wissenschaftlichen Diskussionen

           8.3.1  Fehlschlagender Humor

           8.3.2  Humor und Habitus

    8.4  Fazit: Humor in wissenschaftlichen Diskussionen

9  Diskussion

    9.1  Zusammenfassung

    9.2  Methodenreflexion: von der analytischen Trennung zurück zur Komplexität

    9.3  Ergebnisdiskussion vor dem Hintergrund der Methodenreflexion

    9.4  Potenziale der Arbeit und Ausblick

Literaturverzeichnis

Anhang

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