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Entschuldigung und Entschuldigungsannahme im Täter-Opfer-Ausgleich

Eine soziolinguistische Untersuchung zu Gesprächsstrukturen und Spracheinstellungen

von Gabriele Klocke (Autor:in)
Habilitationsschrift 383 Seiten

Zusammenfassung

Die interdisziplinär angelegte Studie verbindet ein sprachwissenschaftliches mit einem strafrechtlichen Erkenntnisinteresse: So werden aus sprachwissenschaftlicher Perspektive Entschuldigungs- und Entschuldigungsannahmehandlungen als spezifische Rituale in einem strafrechtlich relevanten Kontext, nämlich dem Täter-Opfer-Ausgleich untersucht. Die Autorin spürt dabei theoretisch wie empirisch der sprachlichen Form dieses Rituals, seiner gesprächsorganisatorischen Lokalisierung sowie seiner pragmatischen Organisation als Sprechaktsequenz nach. Die entsprechenden Befunde werden strafrechtlich gerahmt: So zeigt die Autorin, in welche diskursiven Prozesse Entschuldigung und Entschuldigungsannahme im Rahmen des Täter-Opfer-Ausgleichs eingebettet sind, d.h. ob die Durchführung dieses Rituals von den Mediatoren der Ausgleichsgespräche als Erfolgskriterium betrachtet wird und inwiefern sein Gelingen von der Sprachkompetenz aller Beteiligten abhängt.

Details

Seiten
383
ISBN (PDF)
9783653032505
ISBN (Hardcover)
9783631628560
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2013 (November)
Schlagworte
Mediatoren Restorative Justice Sprechakttheorie sekundäre Viktimisierung soziolinguale Selektion
Erschienen
Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2013. 383 S., 3 Tab.

Biographische Angaben

Gabriele Klocke (Autor:in)

Gabriele Klocke studierte Linguistik, Psychologie, Biologie und Pädagogik. Sie ist Akademische Oberrätin im Fachbereich Kriminologie der Universität Regensburg. Ihr Forschungsinteresse gilt der Rechtslinguistik. Darüber hinaus ist sie freiberuflich als Wissenschaftsmediatorin tätig.

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Titel: Entschuldigung und Entschuldigungsannahme im Täter-Opfer-Ausgleich