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Kulturkampf und Volksfrömmigkeit

Die Diskussion im preußischen Staatsministerium und in der preußischen Verwaltungselite über die staatliche Repression des Wallfahrts- und Prozessionswesens im Kulturkampf

von Volker Speth (Autor:in)
©2013 Monographie VII, 242 Seiten

Zusammenfassung

Während des Kulturkampfes wurde innerhalb der preußischen Regierung und Verwaltung über die politische Angebrachtheit, das wünschenswerte Ausmaß und die äußeren Modalitäten einer staatlichen Repression des Wallfahrts- und Prozessionswesens intensiv diskutiert. Das Diskussionsergebnis bestand in der Ministerialverfügung vom 26. August 1874, welche das Wallfahrts- und Prozessionswesen auf der Grundlage des preußischen Vereinsgesetzes von 1850 äußerst restriktiv reglementierte, während das preußische Staatsministerium in seiner Sitzung vom 22. Oktober 1875 den von Kultusminister Falk und Innenminister zu Eulenburg beantragten Beschluss, im Bundesrat ein reichsweites Wallfahrts- und Prozessionsverbotsgesetz einzubringen, mehrheitlich ablehnte, weil die fragliche Materie im Rahmen eines speziell gegen das katholische Vereinswesen gerichteten Ausnahmegesetzes geregelt werden sollte. Ein solches antikatholisches Ausnahmegesetz kam jedoch nie zustande, so dass im Ganzen der Kulturkampf schwerpunktmäßig eine Kirchenverfolgung im Sinne einer Institutionenverfolgung blieb, die das Glaubensleben der Laien zumindest gesetzgeberisch unangetastet ließ.

Details

Seiten
VII, 242
Jahr
2013
ISBN (PDF)
9783653030525
ISBN (Hardcover)
9783631641231
DOI
10.3726/978-3-653-03052-5
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2013 (Mai)
Schlagworte
Preußen Wallfahrtsverbot Prozessionsverbot Kulturkampf Volksfrömmigkeit preußische Vereinsgesetz
Erschienen
Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2013. VII, 242 S.

Biographische Angaben

Volker Speth (Autor:in)

Volker Speth, 1955 geboren und in der Nähe von Köln lebend, ist Bibliothekar und promovierter Historiker.

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Titel: Kulturkampf und Volksfrömmigkeit