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Gehorsam und Gewissen

Die moralische Handlungskompetenz des Menschen aus Sicht des Milgram-Experimentes

von Hans B. Lüttke (Autor:in)
Dissertation 300 Seiten

Zusammenfassung

Das Gehorsams-Experiment von Stanley Milgram ist die wohl bekannteste Untersuchung in der Sozialpsychologie. Im Ergebnis zeigt sie, dass eine Mehrheit der Menschen bereit ist, auch gegen innere Widerstände auf Befehl hin einem unschuldigen Opfer schwerste Elektroschocks zuzufügen. In der vorliegenden Arbeit werden alle Gehorsamsexperimente unter dem Milgram-Paradigma in ihren Ergebnissen dargestellt, die Bedienungsfelder aufgezeigt, die die moralische Handlungskompetenz des Menschen ausmachen, die empirisch nachweisbaren Gehorsamstypen entwickelt und quantitativ abgeschätzt und die herkömmlichen moraltheoretischen Erklärungssätze daraufhin untersucht, inwieweit sie das experimentelle Verhalten zu begreifen vermögen. Abschließend werden die Ergebnisse aus den Experimenten zur Gehorsamkeit auf die Täterpsychologie während des Nationalsozialismus (und dabei speziell des Holocaust) übertragen. Dabei wird gezeigt, dass sich die experimentell gefundenen Gehorsamstypen in der historischen Realität nachweisen lassen und in ihrem quantitativen Vorkommen mit den experimentellen Ergebnissen übereinstimmen.

Details

Seiten
300
ISBN (Paperback)
9783631502754
Sprache
Deutsch
Erschienen
Frankfurt/M., Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2003. 299 S., zahlr. Abb.

Biographische Angaben

Hans B. Lüttke (Autor:in)

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Titel: Gehorsam und Gewissen