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Kreative Pathologie

Längsschnittliche Analyse der Lautproduktion eines autistisch gestörten Mädchens, das nicht spricht aber singt

von Markus Wenglorz (Autor:in)
Dissertation 206 Seiten
Reihe: Sprachentwicklung , Band 5

Zusammenfassung

Autismus gehört zu den schwersten Entwicklungsstörungen überhaupt. Dennoch ist es verblüffend, wie sich trotz tiefgreifender Beeinträchtigungen erstaunliche Fähigkeiten entwickeln können. Sind Möglichkeiten durch ungünstige Ausgangsbedingungen verbaut, schlägt die Entwicklung in einzelnen Bereichen oft alternative Pfade ein, die neue Chancen zur Entfaltung eröffnen. Am Beispiel der längsschnittlichen Dokumentation eines autistisch gestörten Mädchens wird dargestellt, welche Wege die Lautentwicklung nehmen kann, wenn keine gesprochene Sprache erworben wird. Hierbei zeigt sich, daß die Entwicklung des Singens durch die fehlende Sprache nicht behindert sein muß, sondern im Gegenteil dadurch in besonders produktiver Weise sogar gefördert werden kann. Es kommt zu einer musikalischen Begabung, die erst durch die autistische Behinderung ermöglicht wurde – zu einer kreativen Pathologie.

Details

Seiten
206
ISBN (Paperback)
9783631509531
Sprache
Deutsch
Erschienen
Frankfurt/M., Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2003. 205 S., 3 Abb., zahlr. Tab. und Graf.

Biographische Angaben

Markus Wenglorz (Autor:in)

Der Autor: Markus Wenglorz, Jahrgang 1968; 1991-1995 Studium der Psychologie an der TU Braunschweig; 1996-1997 Stipendiat der DFG am Graduiertenkolleg Kognitionswissenschaft Hamburg; 1997-2002 Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung für Entwicklungspsychologie des Instituts für Psychologie der TU Braunschweig; 1999 Approbation zum Psychologischen Psychotherapeuten; 2002 Tätigkeit in der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universitätsklinik Köln; 2003 Promotion an der TU Braunschweig; seit 2003 niedergelassen in eigener psychotherapeutischer Praxis; Lehrbeauftragter für Klinische Kinderpsychologie und -psychotherapie an der TU Braunschweig und der FH Stendal.

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Titel: Kreative Pathologie