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Die deutschen Juden und der Spielfilm der NS-Zeit

2., korrigierte Auflage

von Ernst Offermanns (Autor:in)
Monographie 132 Seiten

Zusammenfassung

Die deutschen Juden faßten die Spielfilmproduktion der NS-Zeit – bis auf die reinen Tendenzfilme – offenbar nicht als ein Derivat des sie bedrohenden antisemitischen Regimes auf. Einzelzeugnisse, so von Victor Klemperer, teilweise bisher unveröffentlicht, Ilse Aichinger, Carl Zuckmayer, Gottfried Reinhardt u.a., vor allem aber die Erfolge der Filmbühne des Jüdischen Kulturbundes 1938-41 bezeugen eine durchweg zustimmende Aufnahme des überwiegenden, tendenzfreien Anteils der deutschen Filmproduktion. Der vom jüdischen Publikum empfundenen Affinität entsprach eine durchgängige Kritik der NS-Filmpolitik, nicht zuletzt von J. Goebbels selbst, an deren noch deutlich vom «liberalistischen» Geist der Weimarer Zeit geprägten Grundzug. Ein Anhang belegt den maßgebenden Anteil jüdischer Filmproduzenten und -künstler am bisher durchweg als «präfaschistisch» eingeschätzten nationalen Historienfilm der Jahre 1930-32.

Details

Seiten
132
ISBN (Paperback)
9783631582237
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Film Rezeption Juden Geschichte 1930-1968 Klemperer, Victor Klepper, Jochen Nationalsozialismus Deutschland Reinhardt, Gottfried Jüdischer Kulturbund Harlan, Veit Aichinger, Ilse Zuckmayer, Carl
Erschienen
Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2005, 2008. 132 S.

Biographische Angaben

Ernst Offermanns (Autor:in)

Der Autor: Ernst Offermanns, geboren 1931; Studium der Germanistik, Geschichte und Philosophie an den Universitäten Bonn, Heidelberg und Köln; Professor für Neuere deutsche Literatur an der Freien Universität Berlin 1971-93; Veröffentlichungen zur Romantik (A. v. Arnim, J. v. Eichendorff), zu Arthur Schnitzler und zur Filmgeschichte.

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Titel: Die deutschen Juden und der Spielfilm der NS-Zeit