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Transfer des Sakralen

Die Säkularisierung christlicher Denkformen, Motive und Gebräuche in Cervantes’ "Don Quijote"

von Walter Marx (Autor:in)
Dissertation 314 Seiten

Zusammenfassung

Cervantes lebte als Katholik im gegenreformatorischen Spanien. Dies beeinflußte sowohl die Form als auch den Inhalt des Quijote, der in dieser Studie historisch interpretiert wird. Neben den motivischen Rückgriffen auf die Heilsgeschichte, die Don Quijote als anderen Christus erscheinen lassen, beschreibt die Arbeit verschiedene Aspekte des christlichen Denkens und Handelns, die Cervantes als Muster seines Schreibens dienten: Die beiden Romane von 1605 und 1615 sind jeweils in zwei Hälften gegliedert. Wie in der biblischen Typologie präfiguriert das Geschehen der ersten Hälfte das der zweiten Hälfte. Weiterhin bezieht sich die Abfolge der Episoden des Romans von 1605 intertextuell auf die in der Messe gelesenen Perikopen des Kirchenjahres von Advent bis Christi Himmelfahrt. Ein weiterer Aspekt ist der Wahnsinn Don Quijotes, der darin besteht, daß er das christliche Postulat der imitatio Christi ernst nimmt, sich aber die falschen Vorbilder aussucht.

Details

Seiten
314
ISBN (Paperback)
9783631581551
Sprache
Deutsch
Erschienen
Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2008. 314 S., zahlr. Tab.

Biographische Angaben

Walter Marx (Autor:in)

Der Autor: Walter Marx studierte in Freiburg im Breisgau und Toulouse Germanistik, Philosophie und Geschichte, später dann in Berlin Hispanistik.

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Titel: Transfer des Sakralen