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Neue ordentliche Testamentsformen

von Stephan Randt (Autor:in)
Dissertation XXXII, 290 Seiten

Zusammenfassung

Dieses Buch stellt neue ordentliche Testamentsformen vor. Der Autor geht zunächst auf die gesellschaftlichen Veränderungen ebenso wie auf die neuen Herausforderungen des digitalen Zeitalters und des Europäischen Rechts ein. In einer Leistungsbilanz auf der Grundlage höchstrichterlicher Entscheidungen belegt seine Untersuchung die Nachteile bisheriger Testamentsformen. Ein historischer Abriss zur Entwicklung der Testamentsformen schließt sich genauso an wie ein Vergleich einzelner ausländischer Testamentsformen. Nach grundsätzlichen Ausführungen über die Bedeutung der Rechtsform stellt der Autor die neuen ordentlichen Testamentsformen «das Testament nach Mustertext» und «das beratungsbegleitete Testament» dar. Hierbei nimmt er auch eine kostenrechtliche Einordnung der Formen in das GNotKG vor.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Copyright
  • Autorenangaben
  • Über das Buch
  • Zitierfähigkeit des eBooks
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • Abkürzungsverzeichnis
  • Literaturverzeichnis
  • Erster Teil Einleitung zum Thema sowie Aufbau der Untersuchung
  • Zweiter Teil Erbrecht und Testament heute
  • § 1 Erster Blick auf veränderte Lebenssituationen
  • A. Die Form im Lichte des Wandels
  • B. Die Form und der Gesetzgeber
  • § 2 Abhängigkeit der Testamentsform vom Erbrecht
  • A. Einblick in heutige Verhältnisse
  • B. Gesellschaftspolitische Kritik an der Vererbung
  • I. Die kostenmäßige Seite mangelhafter Testamente
  • II. Die Kritik in der Gesellschaft
  • III. Kritik in Wissenschaft und Lehre
  • IV. Der Einfluss der Kritik auf Testamentsformen
  • § 3 Stellung des Erbrechts in der Verfassung
  • A. Garantie des Rechts auf Vererbung
  • B. Testierfreiheit und Formvorschriften
  • I. Die Testierfreiheit
  • II. Die Testamentsformen im Blickwinkel der Testierfreiheit
  • 1. Eckpfeiler der Formausgestaltung
  • 2. Das verfassungsrechtliche Gebot zu Testamentsformen
  • III. Die Testamentsform und ihre Kosten
  • C. Recht auf Erbnachweis
  • I. Der Erbschein des BGB/FamFG
  • II. Die Probleme der Erbscheinausstellung
  • III. Das Europäische Nachlasszeugnis
  • IV. Erbnachweis und Testamentsform
  • D. Reformen und deren Auswirkung auf Formen
  • I. Skizze der Reformen im deutschen Erbrecht
  • 1. Das Erbrecht des Ehegatten
  • 2. Das nichteheliche Kind und die Adoption
  • 3. Die Lebenspartnerschaft
  • 4. Das Pflichtteilsrecht
  • II. Bedeutende internationale Abkommen und Verordnungen
  • 1. Das Haager Testamentsabkommen
  • 2. Die EU-Erbrechtsverordnung (EU-ErbVO)
  • a) Das Erbstatut und das Errichtungsstatut
  • b) Die Bedeutung für die Testamentsform
  • E. Zusammenfassung des Ergebnisses
  • Dritter Teil Herausforderungen an das Testament
  • § 1 Beziehungsverhältnis zwischen Inhalt und Form
  • § 2 Das Nachlassvolumen in Deutschland
  • A. Das Volumen
  • B. Die Auswirkungen
  • § 3 Herausforderungselemente nach Vorgaben
  • A. Willensunabhängige Vorgaben
  • I. Ökonomische und gesellschaftliche Herausforderungen
  • 1. Die Lebens- und Wohlstandssituation
  • 2. Ökonomische Bedürfnisse
  • 3. Sozialstaatliche Erfordernisse
  • 4. Die Bevölkerungsentwicklung
  • a) Auswirkungen der Altersstruktur
  • b) Zuwanderungsbedingte Veränderungen
  • II. EU-Erbrechtsverordnung und ihre Auswirkungen
  • 1. Der gewöhnliche Aufenthalt und seine Folgen
  • 2. Lebenspartnerschaft
  • 3. Pflichtteilsrecht
  • 4. Gemeinschaftliche Testamente
  • 5. EU-ErbVO und neue Formen
  • III. Neues Zentrales Testamentsregister
  • B. Willensabhängige Vorgaben
  • I. Digitales Zeitalter
  • 1. Das Dogma der Handschriftlichkeit
  • a) Veränderungen in den Aufzeichnungsgewohnheiten
  • b) Testierfähigkeit, Urheberschaft und Beweiserleichterungen
  • 2. Digitaler Nachlass
  • II. Individualität und Generalisierung im Testament
  • 1. Individualität im Rahmen gesetzlicher Gestaltungsmuster
  • a) Individuelle Elemente der Testamentserrichtung
  • b) Generalisierende Elemente durch gesetzliche Gestaltungsmuster
  • 2. Gewandelte Familien-, Partnerschafts- und Lebenssituationen
  • a) Familie und Partnerschaften
  • b) Gewandelte Lebenssituationen
  • § 4 Bewertung und Zusammenfassung der Erkenntnisse
  • Vierter Teil Die Leistungsbilanz der ordentlichen Testamentsformen
  • § 1 Die ordentlichen Testamentsformen
  • A. Die ordentlichen Testamentsformen de lege lata
  • I. Das öffentliche Testament
  • II. Das holographische Testament
  • B. Rettungsinstrumentarien im Testamentsrecht
  • I. Normen des BGB
  • II. Ursachen und Folgerungen
  • III. Die Rettungsinstrumente im Überblick
  • IV. Die Auslegung und ihre formbedingten Grenzen
  • 1. Methoden der Auslegung
  • 2. Grenzen der Auslegung
  • § 2 Leistungsbilanz der holographischen Testamentsform
  • A. Systematisierung der Fehlerquellen
  • B. Darstellung der echten und unechten Formfehler
  • I. Formelle echte Formfehler
  • II. Materielle unechte Formfehler
  • § 3 Bedeutung des Befundes für neue Testamentsformen
  • A. Erkenntnisse zur Leistungsbilanz
  • B. Fehlermuster als Grundlage neuer Testamentsformen
  • § 4 Zusammenführung der Leistungsergebnisse
  • Fünfter Teil Historische Verankerung der ordentlichen Testamentsformen
  • § 1 Hemmnisse für neue ordentliche Testamentsformen
  • § 2 Einblicke in die Entwicklungen vom römischen Recht bis zur Neuzeit
  • A. Römisches Recht
  • I. Zeugentestament und andere Formen
  • II. Zwischenergebnis zum römischen Recht
  • B. Einblicke vom frühen Mittelalter bis in die Neuzeit
  • I. Formen und Förmlichkeiten im Mittelalter
  • II. Auf dem Weg in die Neuzeit
  • III. Sammlung der Eindrücke vom frühen Mittelalter bis zur Neuzeit
  • § 3 Entwicklungen zum und im deutschen BGB
  • A. Erste Entwürfe und die neuen ordentlichen Formen
  • B. Das Testamentsgesetz und Änderungen der Form
  • C. Zusammenfassung zu den Testamentsformen im BGB
  • § 4 Bewertung der historischen Einblicke
  • Sechster Teil Ordentliche Testamentsformen außerhalb des BGB
  • § 1 Zweck der Erhebungen und Auswahlkriterien
  • A. Auswahl der Länder
  • B. Kriterien der Länderzuordnung
  • § 2 Die ausgewählten Länder in Formgruppen
  • A. Länder mit nur öffentlichem Testament
  • B. Länder mit nur privatschriftlichem Testament
  • C. Länder mit öffentlichem und privatem Testament
  • § 3 Bewertung der Ergebnisse
  • A. Allographie – Maschinenschrift – Zeugenzuziehung
  • B. Dauerproblem gemeinschaftliches Testament
  • Siebter Teil Neue Testamentsformen
  • § 1 Befund und Notwendigkeit
  • § 2 Gegenwart und Zukunft von Formvorschriften
  • A. Die Formen aus bisheriger Sicht
  • B. Formen im neuen Licht
  • I. Ein Begründungsversuch der Form
  • II. Ergänzungen zum Zweck der Form
  • C. Überblick zu den Formtypen des BGB
  • I. Die Textform
  • II. Die Schriftform
  • III. Die öffentliche Beglaubigung
  • 1. Prüfungspflichten bei der Unterschriftsbeglaubigung?
  • 2. Herleitung einer Prüfungspflicht
  • 3. Eingeschränkte Prüfungspflicht
  • IV. Die notarielle Beurkundung
  • D. Problemfeld ordentliche Testamentsformen
  • I. Besonderheiten bei Testamentsformen
  • II. Die Fehlbesetzung holographisches Testament
  • III. Neujustierung der ordentlichen Testamentsformen
  • § 3 Neue Testamentsformen
  • A. Alternativen und Ergänzungen zu den Formen
  • B. Vorstellung der neuen Testamentsformen
  • I. Das Testament nach Mustertext
  • 1. Hinführung zur Ausgestaltung
  • 2. Der Inhalt
  • 3. Die Vorteile und die Nachteile
  • II. Das prüfungsbegleitete Testament
  • 1. Die Ausgestaltung
  • 2. Die Vorteile und die Nachteile
  • 3. Abgrenzung zum Zeugentestament
  • 4. Streichungen, Nachträge und Verweisungen
  • III. Das gemeinschaftliche Testament und die neuen Formen
  • 1. Lösung durch das Testament nach Mustertext
  • 2. Lösung durch das prüfungsbegleitete Testament
  • C. Alte und neue Testamentsformen im Nebeneinander
  • D. Die Textvorschläge
  • § 4 Zusammenstellung der Formenentwicklung
  • Achter Teil Die neuen Formen im Kostenrecht
  • § 1 Einblick in die derzeitige Rechtslage
  • § 2 Ausblick auf eine kostenrechtliche Einordnung
  • A. Kosten des Testaments nach Mustertext
  • B. Kosten des prüfungsbegleiteten Testaments
  • § 3 Zusammenfassende Betrachtung
  • Neunter Teil Übersicht und Zusammenfassung
  • § 1 Die Ergebnisse der Untersuchung
  • § 2 Die Lösungen
  • Reihenübersicht

Stephan Randt

Neue ordentliche Testamentsformen

Autorenangaben

Stephan Randt schloss das Studium der Rechtswissenschaften an Albert-Ludwigs-Universität Freiburg ab. Er ist Notar im Landesdienst Baden-Württemberg sowie Vorstand und Nachlassrichter am Notariat Konstanz. Zudem ist er Lehrbeauftragter an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg und Vertreter der Badischen Notare in der Vertreterversammlung der Bundesnotarkammer und Vorstandsmitglied der Notarkammer Baden-Württemberg.

Über das Buch

Dieses Buch stellt neue ordentliche Testamentsformen vor. Der Autor geht zunächst auf die gesellschaftlichen Veränderungen ebenso wie auf die neuen Herausforderungen des digitalen Zeitalters und des Europäischen Rechts ein. In einer Leistungsbilanz auf der Grundlage höchstrichterlicher Entscheidungen belegt seine Untersuchung die Nachteile bisheriger Testamentsformen. Ein historischer Abriss zur Entwicklung der Testamentsformen schließt sich genauso an wie ein Vergleich einzelner ausländischer Testamentsformen. Nach grundsätzlichen Ausführungen über die Bedeutung der Rechtsform stellt der Autor die neuen ordentlichen Testamentsformen „das Testament nach Mustertext“ und „das beratungsbegleitete Testament“ dar. Hierbei nimmt er auch eine kostenrechtliche Einordnung der Formen in das GNotKG vor.

Zitierfähigkeit des eBooks

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Vorwort

Das Gelingen einer Dissertation setzt eine gute fachliche Betreuung voraus. Professor Dr. Oliver Fehrenbacher, Universität Konstanz, hat die von der Juristischen Fakultät der Universität Konstanz im Frühjahr 2015 angenommene Dissertation angeregt und durchgehend betreut. Sein Interesse an dem Thema und seine treffsichere Kritik verbunden mit spannenden Vorschlägen waren deshalb der entscheidende Motor für das Gelingen der Arbeit. Ihm gebührt mein ganz besonderer Dank.

Professor Dr. Michael Stürner danke ich für die sofort übernommene ausführliche Zweitbegutachtung der Dissertation.

Meinen beiden Notarkollegen Dr. Andrea Stutz und Dr. Gerhard Sieß in Konstanz sage ich Dank für ihr Verständnis für meine zeitliche Beanspruchung.

Meiner Lebenspartnerin Karin Zeller danke ich für ihre Geduld und Rücksichtnahme.

Meinen Eltern verdanke ich mein Studium, das mir die Erstellung der Arbeit ermöglichte. Ihnen ist diese Arbeit aus Dankbarkeit gewidmet.

Überlingen, Mai 2017

Stephan Randt←v | vi→ ←vi | vii→

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Literaturverzeichnis

Erster Teil Einleitung zum Thema sowie Aufbau der Untersuchung

Zweiter Teil Erbrecht und Testament heute

§ 1 Erster Blick auf veränderte Lebenssituationen

A. Die Form im Lichte des Wandels

B. Die Form und der Gesetzgeber

§ 2 Abhängigkeit der Testamentsform vom Erbrecht

A. Einblick in heutige Verhältnisse

B. Gesellschaftspolitische Kritik an der Vererbung

I. Die kostenmäßige Seite mangelhafter Testamente

II. Die Kritik in der Gesellschaft

III. Kritik in Wissenschaft und Lehre

IV. Der Einfluss der Kritik auf Testamentsformen

§ 3 Stellung des Erbrechts in der Verfassung

A. Garantie des Rechts auf Vererbung

B. Testierfreiheit und Formvorschriften

I. Die Testierfreiheit

II. Die Testamentsformen im Blickwinkel der Testierfreiheit

1. Eckpfeiler der Formausgestaltung

2. Das verfassungsrechtliche Gebot zu Testamentsformen

III. Die Testamentsform und ihre Kosten

C. Recht auf Erbnachweis

I. Der Erbschein des BGB/FamFG

II. Die Probleme der Erbscheinausstellung ←vii | viii→

III. Das Europäische Nachlasszeugnis

IV. Erbnachweis und Testamentsform

D. Reformen und deren Auswirkung auf Formen

I. Skizze der Reformen im deutschen Erbrecht

1. Das Erbrecht des Ehegatten

2. Das nichteheliche Kind und die Adoption

3. Die Lebenspartnerschaft

4. Das Pflichtteilsrecht

II. Bedeutende internationale Abkommen und Verordnungen

1. Das Haager Testamentsabkommen

2. Die EU-Erbrechtsverordnung (EU-ErbVO)

a) Das Erbstatut und das Errichtungsstatut

b) Die Bedeutung für die Testamentsform

E. Zusammenfassung des Ergebnisses

Dritter Teil Herausforderungen an das Testament

§ 1 Beziehungsverhältnis zwischen Inhalt und Form

§ 2 Das Nachlassvolumen in Deutschland

A. Das Volumen

B. Die Auswirkungen

§ 3 Herausforderungselemente nach Vorgaben

A. Willensunabhängige Vorgaben

I. Ökonomische und gesellschaftliche Herausforderungen

1. Die Lebens- und Wohlstandssituation

2. Ökonomische Bedürfnisse

3. Sozialstaatliche Erfordernisse

4. Die Bevölkerungsentwicklung

a) Auswirkungen der Altersstruktur

b) Zuwanderungsbedingte Veränderungen

II. EU-Erbrechtsverordnung und ihre Auswirkungen

1. Der gewöhnliche Aufenthalt und seine Folgen

2. Lebenspartnerschaft

3. Pflichtteilsrecht ←viii | ix→

4. Gemeinschaftliche Testamente

5. EU-ErbVO und neue Formen

III. Neues Zentrales Testamentsregister

B. Willensabhängige Vorgaben

I. Digitales Zeitalter

1. Das Dogma der Handschriftlichkeit

a) Veränderungen in den Aufzeichnungsgewohnheiten

b) Testierfähigkeit, Urheberschaft und Beweiserleichterungen

Details

Seiten
XXXII, 290
ISBN (PDF)
9783631737064
ISBN (ePUB)
9783631737071
ISBN (MOBI)
9783631737088
ISBN (Hardcover)
9783631732274
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2018 (Oktober)
Schlagworte
Holographisches Testament Mustertestament Unterschriftsbeglaubigung Rechtskultur Rechtsformen Formfehler
Erschienen
Frankfurt am Main, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Warszawa, Wien, 2017, 290 S., XXXII

Biographische Angaben

Stephan Randt (Autor:in)

Stephan Randt schloss das Studium der Rechtswissenschaften an Albert-Ludwigs-Universität Freiburg ab. Er ist Notar im Landesdienst Baden-Württemberg sowie Vorstand und Nachlassrichter am Notariat Konstanz. Zudem ist er Lehrbeauftragter an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg und Vertreter der Badischen Notare in der Vertreterversammlung der Bundesnotarkammer und Vorstandsmitglied der Notarkammer Baden-Württemberg.

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