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Die Strafbarkeit des Personenversicherungsvermittlers unter besonderer Berücksichtigung des Strukturvertriebs

von Christian Rauch (Autor:in)
©2018 Dissertation XXII, 214 Seiten

Zusammenfassung

Der Autor beschäftigt sich mit den Strafbarkeitsrisiken des Personenversicherungsvermittlers. Nach einer geschichtlichen Abhandlung und der Darstellung der Vertriebskanäle eines Versicherungsprodukts erörtert er die Strafbarkeitsrisiken für deren Vermittlung anhand der einschlägigen Straftatbestände des StGB. Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt zudem auf der finanzwirtschaftlichen Vertriebsmethode des Strukturvertriebs. Nach einer historischen Analyse dieses generell noch wenig beachteten Themenkomplexes erfolgt eine Abgrenzung zu illegalen Vertriebsmethoden, wie dem Schneeballsystem, Ponzi-System oder dem Pyramidensystem. Abschließend erfolgt eine umfassende Erörterung des Straftatbestands der progressiven Kundenwerbung nach § 16 Abs. 2 UWG mit Blick auf das Multi-Level-Marketing.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Copyright
  • Autorenangaben
  • Über das Buch
  • Zitierfähigkeit des eBooks
  • Vorwort
  • Inhaltsübersicht
  • Inhaltsverzeichnis
  • Abkürzungsverzeichnis
  • A. Einleitung
  • I. Problemstellung
  • II. Gang der Untersuchung
  • B. Historischer Kontext des Versicherungswesens und Vertriebsansätze
  • I. Historische Entwicklung der Versicherungsbranche
  • II. Vertriebsarten von Personenversicherungen
  • 1. Der Versicherungsvermittler nach dem VVG
  • a. Historischer Kontext der Zulassungspflicht von Vermittlern
  • b. Vereinbarkeit des nationalen Rechts mit der Vermittlerrichtlinie
  • c. Versicherungsvertreter
  • d. Versicherungsmakler
  • e. Pseudomakler
  • f. Versicherungsberater
  • 2. Vertriebsstruktur im Übrigen
  • a. Online-Versicherungsvertrieb
  • b. Honorarberatung
  • c. Tippgeber
  • d. Strukturvertrieb
  • e. Bancassurance und weitere Vertriebswege
  • III. Zusammenfassung
  • C. Strafbarkeit des Personenversicherungsvermittlers im Allgemeinen
  • I. Hausfriedensbruch, § 123 StGB
  • 1. Tatbestandliche Voraussetzungen
  • 2. Besonderheiten bei Vermittlern
  • a. An der Haustür
  • b. In der Räumlichkeit
  • 3. Exkurs: Schwarze Klauseln Nr. 25, 26 (im Anhang zu § 3 Abs. 3 UWG)
  • a. Nr. 25 der Black-List
  • b. Nr. 26 der Black-List
  • II. Verletzung von Privatgeheimnissen, § 203 StGB
  • 1. Schutzbereich / Schutzzweck
  • 2. Tatgegenstand
  • 3. Kenntniserlangung
  • 4. Tathandlung
  • a. Offenbarung
  • b. Unbefugt
  • 5. Täterkreis
  • 6. Übrige Voraussetzungen
  • 7. Besonderheiten bei Vermittlern
  • a. Täterstellung des Versicherungsvermittlers und -maklers
  • (i) Versicherungsvertreter
  • (ii) Versicherungsmakler
  • b. Bestandsübertragung
  • c. Provisionsabtretung
  • 8. Exkurs: Outsourcing von Versicherungsdaten
  • III. Nötigung, § 240 StGB
  • 1. Tatbestandliche Voraussetzungen
  • 2. Besonderheiten bei Vermittlern
  • IV. Erpressung, § 253 StGB
  • 1. Tatbestandliche Voraussetzungen
  • 2. Besonderheiten bei Vermittlern
  • V. Geldwäsche, § 261 StGB
  • VI. Betrug, § 263 StGB
  • 1. Tatbestandliche Voraussetzungen im Allgemeinen
  • a. Objektiver Tatbestand
  • (i) Täuschungshandlung
  • (ii) Irrtum
  • (iii) Vermögensverfügung
  • (iv) Vermögensschaden
  • (1) Vermögensbegriff
  • (2) Schadensbegriff
  • (3) Zeitpunkt
  • b. Subjektiver Tatbestand
  • (i) Vorsatz
  • (ii) Rechtswidrige Bereicherungsabsicht
  • c. Rechtsfolgen
  • (i) Grunddelikt, § 263 Abs. 1 StGB
  • (ii) Besonders schwere Fälle des Betrugs, § 263 Abs. 3 StGB
  • (1) Gewerbs- und Bandenmäßigkeit
  • (2) Großer Vermögensverlust; große Zahl von Tatopfern
  • (3) Wirtschaftliche Not
  • (4) Missbrauch einer Amtstätigkeit
  • (5) Vortäuschen eines Versicherungsfalles
  • (iii) Qualifikation, § 263 Abs. 5 StGB
  • 2. Sonstige Problemstellungen
  • a. Beteiligungsformen
  • b. Versuchsstrafbarkeit
  • c. Vollendung und Beendigung
  • 3. Versicherungsspezifische Besonderheiten
  • a. Täterschaft
  • (i) Betrug des Vermittlers (zum eigenen Vorteil)
  • (ii) Betrug gegenüber und zum Nachteil des Versicherers
  • (iii) Betrug zu Lasten des Antragstellers und zum Vorteil des Versicherers
  • (iv) Konkurrenzen
  • b. Teilnahme
  • (i) Eigene Erstellung einer Unfallmeldung
  • (ii) Hilfestellung bei der Erstellung einer Unfallmeldung
  • VII. Versicherungsmissbrauch, § 265 StGB
  • VIII. Untreue, § 266 StGB
  • 1. Tatbestandliche Voraussetzungen
  • a. Missbrauchstatbestand
  • b. Treubruchstatbestand
  • 2. Besonderheiten bei Vermittlern
  • a. Versicherungsvertreter
  • (i) Strafbarkeit gegenüber dem Versicherungsnehmer
  • (ii) Strafbarkeit gegenüber dem Versicherer
  • b. Versicherungsmakler
  • (i) Strafbarkeit gegenüber dem Versicherungsnehmer
  • (ii) Strafbarkeit gegenüber dem Versicherer
  • IX. Urkundenfälschung, § 267 StGB
  • 1. Tatbestandliche Voraussetzungen
  • a. Urkundsbegriff
  • b. Herstellen unechter Urkunden
  • c. Verfälschen echter Urkunden
  • d. Gebrauchen unechter oder verfälschter Urkunden
  • e. Strafschärfungen
  • 2. Besonderheiten bei Vermittlern
  • X. Bestechlichkeit und Bestechung im geschäftlichen Verkehr, § 299 StGB
  • 1. Tatbestandliche Voraussetzungen
  • a. Täterkreis
  • b. Geschäftlicher Verkehr
  • c. Tathandlung – Ziffer 1
  • (i) Vorteil
  • (ii) Fordern, Sich-Versprechen-Lassen, Annehmen (§ 299 Abs. 1 StGB)
  • (iii) Anbieten, Versprechen, Gewähren (§ 299 Abs. 2 StGB)
  • d. Tathandlung – Ziffer 2
  • (i) Pflichtverletzung
  • (ii) Unrechtsvereinbarung
  • (iii) Einwilligung in die Pflichtverletzung
  • e. Subjektiver Tatbestand
  • (i) Subjektiver Tatbestand des § 299 Abs. 1 StGB
  • (ii) Subjektiver Tatbestand des § 299 Abs. 2 StGB
  • f. Übrige Voraussetzungen
  • 2. Besonderheit bei Versicherungsvertretern
  • 3. Besonderheit bei Maklern
  • XI. Zusammenfassung
  • D. Strukturvertrieb
  • I. Begriffsbestimmung und Wesensmerkmale
  • 1. Direktvertrieb
  • 2. Laienwerber
  • 3. Akquirierung neuer Mitarbeiter
  • 4. Mehrstufige Organisationsstruktur
  • 5. Erfolgsbezogene Vergütung
  • 6. Problem: Produktbindung
  • II. Entstehungsgeschichte
  • 1. Entstehung im Konsumgüterbereich
  • 2. Entwicklung im Finanzdienstleistungssektor
  • III. Abgrenzung zu anderen (legalen) Vertriebssystemen
  • 1. Strukturvertrieb und Franchise
  • 2. Strukturvertrieb und Single-Level-Marketing
  • E. Strafbarkeit des Versicherungsvermittlers im Strukturvertrieb
  • I. Abgrenzung zu illegalen Schneeballsystemen
  • 1. Klassisches Schneeballsystem
  • 2. Pyramidensystem
  • 3. Ponzi-Schemes
  • 4. Kettenbrief- bzw. Selbstläufersystem
  • 5. Gewinnspiel
  • 6. Zusammenfassung: Abgrenzung zum Strukturvertrieb
  • II. Progressive Kundenwerbung, § 16 Abs. 2 UWG
  • 1. Entstehungsgeschichte
  • 2. Normzweck
  • 3. Rechtsnatur
  • 4. Allgemeine Voraussetzungen des Tatbestands
  • a. Veranstalter als Täter
  • b. Handeln im geschäftlichen Verkehr
  • c. Geschützter Personenkreis: Verbraucher als Tatopfer
  • (i) Verbrauchereigenschaft
  • (ii) Verbraucherrechtlicher Anwendungsbereich
  • (1) Literatur
  • (2) Rechtsprechung
  • (3) Ergebnis
  • d. Veranlassung zur Abnahme
  • e. Versprechen besonderer Vorteile
  • (i) Ponzi-Scheme
  • (ii) Kettenbriefe
  • (iii) Geldgewinnspiele
  • f. Kettenelement
  • g. Eintrittsgeld als konstitutive Voraussetzung
  • (i) Europarechtlicher Standpunkt
  • (ii) Relation zwischen deutschem Strafrecht und Europarecht
  • (1) Weiterer Anwendungsbereich des § 16 Abs. 2 UWG
  • (2) Engerer Anwendungsbereich des § 16 Abs. 2 UWG
  • (iii) Fazit
  • h. Subjektiver Tatbestand
  • i. Rechtswidrigkeit und Schuld
  • 5. Anwendung auf den Strukturvertrieb
  • 6. Sonstiges
  • F. Zusammenfassung und Schlussbemerkung
  • Literaturverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

A.      Einleitung

I.      Problemstellung

II.     Gang der Untersuchung

B.      Historischer Kontext des Versicherungswesens und Vertriebsansätze

I.      Historische Entwicklung der Versicherungsbranche

II.     Vertriebsarten von Personenversicherungen

1.      Der Versicherungsvermittler nach dem VVG

a.      Historischer Kontext der Zulassungspflicht von Vermittlern

b.      Vereinbarkeit des nationalen Rechts mit der Vermittlerrichtlinie

c.      Versicherungsvertreter

d.      Versicherungsmakler

e.      Pseudomakler

f.       Versicherungsberater

2.      Vertriebsstruktur im Übrigen

a.      Online-Versicherungsvertrieb

b.      Honorarberatung

c.      Tippgeber

d.      Strukturvertrieb

e.      Bancassurance und weitere Vertriebswege

III.    Zusammenfassung

C.      Strafbarkeit des Personenversicherungsvermittlers im Allgemeinen

I.      Hausfriedensbruch, § 123 StGB

1.      Tatbestandliche Voraussetzungen

2.      Besonderheiten bei Vermittlern

a.      An der Haustür

b.      In der Räumlichkeit

3.      Exkurs: Schwarze Klauseln Nr. 25, 26 (im Anhang zu § 3 Abs. 3 UWG)

a.      Nr. 25 der Black-List

b.      Nr. 26 der Black-List

II.     Verletzung von Privatgeheimnissen, § 203 StGB

1.      Schutzbereich / Schutzzweck

2.      Tatgegenstand

3.      Kenntniserlangung

4.      Tathandlung

a.      Offenbarung

b.      Unbefugt

5.      Täterkreis

6.      Übrige Voraussetzungen

7.      Besonderheiten bei Vermittlern

a.      Täterstellung des Versicherungsvermittlers und -maklers

(i)      Versicherungsvertreter

(ii)     Versicherungsmakler

b.      Bestandsübertragung

c.      Provisionsabtretung

8.      Exkurs: Outsourcing von Versicherungsdaten

III.    Nötigung, § 240 StGB

1.      Tatbestandliche Voraussetzungen

2.      Besonderheiten bei Vermittlern

IV.     Erpressung, § 253 StGB

1.      Tatbestandliche Voraussetzungen

2.      Besonderheiten bei Vermittlern

V.      Geldwäsche, § 261 StGB

VI.    Betrug, § 263 StGB

1.      Tatbestandliche Voraussetzungen im Allgemeinen

a.      Objektiver Tatbestand

(i)      Täuschungshandlung

(ii)     Irrtum

(iii)    Vermögensverfügung

(iv)    Vermögensschaden

(1)     Vermögensbegriff

(2)     Schadensbegriff

(3)     Zeitpunkt

b.      Subjektiver Tatbestand

(i)      Vorsatz

(ii)     Rechtswidrige Bereicherungsabsicht

c.      Rechtsfolgen

(i)      Grunddelikt, § 263 Abs. 1 StGB

(ii)     Besonders schwere Fälle des Betrugs, § 263 Abs. 3 StGB

(1)     Gewerbs- und Bandenmäßigkeit

(2)     Großer Vermögensverlust; große Zahl von Tatopfern

(3)     Wirtschaftliche Not

(4)     Missbrauch einer Amtstätigkeit

(5)     Vortäuschen eines Versicherungsfalles

(iii)    Qualifikation, § 263 Abs. 5 StGB

2.      Sonstige Problemstellungen

a.      Beteiligungsformen

b.      Versuchsstrafbarkeit

c.      Vollendung und Beendigung

3.      Versicherungsspezifische Besonderheiten

a.      Täterschaft

(i)      Betrug des Vermittlers (zum eigenen Vorteil)

(ii)     Betrug gegenüber und zum Nachteil des Versicherers

(iii)    Betrug zu Lasten des Antragstellers und zum Vorteil des Versicherers

(iv)    Konkurrenzen

b.      Teilnahme

(i)      Eigene Erstellung einer Unfallmeldung

(ii)     Hilfestellung bei der Erstellung einer Unfallmeldung

VII.   Versicherungsmissbrauch, § 265 StGB

VIII.  Untreue, § 266 StGB

1.      Tatbestandliche Voraussetzungen

a.      Missbrauchstatbestand

b.      Treubruchstatbestand

2.      Besonderheiten bei Vermittlern

a.      Versicherungsvertreter

(i)      Strafbarkeit gegenüber dem Versicherungsnehmer

(ii)     Strafbarkeit gegenüber dem Versicherer

b.      Versicherungsmakler

(i)      Strafbarkeit gegenüber dem Versicherungsnehmer

(ii)     Strafbarkeit gegenüber dem Versicherer

IX.    Urkundenfälschung, § 267 StGB

1.      Tatbestandliche Voraussetzungen

a.      Urkundsbegriff

b.      Herstellen unechter Urkunden

c.      Verfälschen echter Urkunden

d.      Gebrauchen unechter oder verfälschter Urkunden

e.      Strafschärfungen

2.      Besonderheiten bei Vermittlern

X.     Bestechlichkeit und Bestechung im geschäftlichen Verkehr, § 299 StGB

1.      Tatbestandliche Voraussetzungen

a.      Täterkreis

b.      Geschäftlicher Verkehr

c.      Tathandlung – Ziffer 1

(i)      Vorteil

(ii)     Fordern, Sich-Versprechen-Lassen, Annehmen (§ 299 Abs. 1 StGB)

(iii)    Anbieten, Versprechen, Gewähren (§ 299 Abs. 2 StGB)

d.      Tathandlung – Ziffer 2

(i)      Pflichtverletzung

(ii)     Unrechtsvereinbarung

(iii)    Einwilligung in die Pflichtverletzung

e.      Subjektiver Tatbestand

(i)      Subjektiver Tatbestand des § 299 Abs. 1 StGB

(ii)     Subjektiver Tatbestand des § 299 Abs. 2 StGB

f.       Übrige Voraussetzungen

Details

Seiten
XXII, 214
Jahr
2018
ISBN (PDF)
9783631745427
ISBN (ePUB)
9783631745434
ISBN (MOBI)
9783631745441
ISBN (Hardcover)
9783631743409
DOI
10.3726/b13255
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2018 (August)
Schlagworte
Multi-Level-Marketing Progressive Kundenwerbung Network-Marketing Direktvertrieb Schneeballsystem Versicherungsvertrieb
Erschienen
Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Warszawa, Wien. 2018. XXII S., 214 S. 5 s/w Abb.

Biographische Angaben

Christian Rauch (Autor:in)

Christian M. J. Rauch studierte Rechtswissenschaften an der Universität Augsburg und absolvierte den juristischen Vorbereitungsdienst im OLG Bezirk München. Sein Schwerpunkt ist das Handelsvertreterrecht.

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