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Staatenlexikon Europa

Geographie, Geschichte, Kultur, Politik und Wirtschaft

von Andreas Dittmann (Band-Herausgeber) Wolfgang Gieler (Band-Herausgeber)
Sammelband 730 Seiten

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Copyright
  • Autoren-/Herausgeberangaben
  • Über das Buch
  • Zitierfähigkeit des eBooks
  • Inhaltsverzeichnis
  • Europa als dynamisches Raumkonstrukt (Andreas Dittmann und Wolfgang Gieler)
  • Albanien (Katharina Herborn)
  • Andorra (Wolfgang Gieler)
  • Armenien (Andre Staarmann und Sascha Valentin)
  • Aserbaidschan (Christian Johannes Henrich)
  • Belgien (Martin Schwarz)
  • Bosnien und Herzegowina (Jonas Schaaf)
  • Bulgarien (Dorothea Hamilton und Anna Lisa Knaack)
  • Dänemark (Kai Yamaguchi)
  • Deutschland (Martin Schwarz)
  • Estland (Andreas Dittmann)
  • Finnland (Johannes Dittmann)
  • Frankreich (Constanze Fienhold und Bruno Muñoz-Perez)
  • Georgien (Lorenz King)
  • Griechenland (Johann-Bernhard Haversath)
  • Irland (Steven Engler, Armin Flender und Stefan Schweiger)
  • Island (Jörg Friedhelm Venzke)
  • Italien (Werner Gamerith)
  • Kosovo (Katharina Herborn)
  • Kroatien (Ronja Solveig Faber)
  • Lettland (Martin Debusmann)
  • Liechtenstein (Wolfgang Gieler unter Mitarbeit von Francisco Sommer)
  • Litauen (Michael Kurt Bahr)
  • Luxemburg (Wolfgang Gieler)
  • Malta (Michael M. Kretzer)
  • Mazedonien (Jonas Schaaf)
  • Moldawien (Andreas Dittmann)
  • Monaco (Wolfgang Gieler unter Mitarbeit von Melissa Gieler)
  • Montenegro (Wolfgang Gieler unter Mitarbeit von Marcel Schwetschenau)
  • Niederlande (Jürgen Oßenbrügge und Joeri Vrijaldenhoven)
  • Norwegen (Markus Schupp)
  • Österreich (Michaela Paal)
  • Polen (Michael Wagemann)
  • Portugal (Saskia Thorbecke)
  • Rumänien (Johann-Bernhard Haversath)
  • Russland (Torben Waschke)
  • San Marino (Wolfgang Gieler)
  • Schweden (Frank Schüssler)
  • Schweiz (Fabian Thiel)
  • Serbien (Wolfgang Gieler unter Mitarbeit von Markus Schmidt)
  • Slowakei (Michael Wagemann)
  • Slowenien (Wolfgang Gieler unter Mitarbeit von Christian Hellfritzsch)
  • Spanien (Dorothea Hamilton)
  • Tschechische Republik (Wolfgang Gieler unter Mitarbeit von Marc Langen)
  • Türkei (Wolfgang Gieler)
  • Ukraine (Torben Waschke)
  • Ungarn (Wolfgang Gieler unter Mitarbeit von Thomas Schneider)
  • Staat der Vatikanstadt (Werner Gamerith)
  • Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland (Wolfgang Gieler unter Mitarbeit von Oliver Laskowski)
  • Weißrussland (Katharina Herborn und Torben Waschke)
  • Zypern (Michael M. Kretzer)
  • Abkürzungsverzeichnis
  • Karten
  • Staatenübersicht
  • Die Nationalflaggen der europäischen Staaten
  • Verzeichnis wichtiger Personen
  • Autorenverzeichnis

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Andreas Dittmann und Wolfgang Gieler

Europa als dynamisches Raumkonstrukt

Europa-Definitionen greifen häufig zu kurz und haben lediglich Teilbereiche räumlicher oder organisatorischer Kontexte als Bezugrahmen.

Darunter finden sich Europa-Perzeptionen, die den Raum rein topographisch von Westen bis zum Ural-Gebirge bzw. zum Ural-Fluss, den Kaukasus und quer durch die Stadt Istanbul am Bosporus abgrenzen oder nur als die Europäische Gemeinschaft – mit unterschiedlichen Mitgliederzahlen oder auch einem überwiegend historisch vorgegebenen Bereich – definieren.

Das vorliegende Europa-Lexikon greift jedoch wesentlich über solche Konstrukte früherer Container-Konzepte hinaus und definiert Europa dynamisch als einen Raum fließender Grenzen, Zugehörigkeiten und wachsender Potentiale. Eine wichtige Rolle spielen dabei vor allem die räumlichen Übergänge nach Osten und Südosten. Insbesondere stehen sich bei dem vorliegenden Europa-Lexikon zugrunde liegenden Definitionen die Eigensichten und Eigenzuordnungen an den Rändern des Kulturerdteils Europa gegenüber, mit den wichtigen und vor allem zukünftige Entwicklungen vorausahnenden Perzeptionen der Selbstverortung von Ländern wie Armenien, Aserbaidschan, Georgien und der Türkei, für die weniger Fragen der politischen oder räumlichen Abgrenzung als vielmehr die potentiellen Integrations- und Kooperationsszenarien von zentraler Wichtigkeit sind. Die Konzeption des vorliegenden Bandes lädt also zu einem auf Grundlage des etablierten Status quo aufbauenden zukunftsgerichteten Blick zukünftiger Europas ein.

Vieles verweist darauf, dass der Begriff „Europa“ nicht in der geographischen Definition erschöpft sein sollte, sondern sich auch auf historische, kulturelle, politische, wirtschaftliche, rechtliche und soziale Aspekte bezieht. Die Begrifflichkeit „Europa“ lässt sich in Europa selbst umfassend in Form der griechischen Ευρώπη zurückverfolgen: Hier wurde Eurṓpē meist als Kompositum aus altgriechisch ευρύς, eurís, „weit“ und οψ, ops, „Sicht“, „Gesicht“ aufgefasst, daher Eurṓpē, „die [Frau] mit der weiten Sicht“. Der griechischen Sage nach war dies der Name einer phönizischen Königstochter, die Zeus in Stiergestalt schwimmend nach Kreta entführte und dort verführte. ← 11 | 12 → Dieser Name stammt nach Auffassung einiger Etymologen aus der semitischen Sprachfamilie und wurde dann gräzisiert, z. B. aus akkadisch erebu, „sinken“, „untergehen“ (in Bezug auf die Sonne) analog zu „Orient“ oder aus phönizisch erob, „dunkel“, „Abend“; daher auch „Abendland“.

Die geographische Ausdehnung umfasst etwa 10,5 Millionen Quadratkilometer – damit ist Europa nach Ozeanien der zweitkleinste Kontinent. Mit einer Einwohnerzahl von etwa 750 Millionen hat Europa die drittgrößte Bevölkerungszahl aller Kontinente (nach Asien und Afrika) und gehört zu den dichter besiedelten Teilen der Welt. Die durchschnittliche Bevölkerungsdichte beträgt etwa 75 Einwohner/km2. Vor allem in West-, Mittel- und Südeuropa ist die Bevölkerungsdichte relativ hoch, während sie weiter nach Norden und Osten stark abnimmt.

Politisch betrachtet gibt es derzeit 47 souveräne Staaten, die zumindest einen Teil ihres Territoriums in Europa haben. 27 davon sind Mitglied der Europäischen Union, das Mitgliedsland Zypern zählt geographisch zu Asien, nicht zu Europa. Neben 47 Staaten sind folgende Gebiete europäischen Staaten zugehörig: Färöer (Hauptstadt Tórshavn) – Dänemark; Åland (Hauptstadt Mariehamn) – Finnland; Athos, Autonome Mönchsrepublik Heiliger Berg (Hauptstadt Karyes) – Griechenland; Gibraltar, Guernsey (Hauptstadt St. Peter Port), Isle of Man (Hauptstadt Douglas), Jersey (Hauptstadt Saint Helier) – Großbritannien; Jan Mayen, Svalbard (Hauptstadt Longyearbyen) – Norwegen; Azoren (Hauptstadt Ponta Delgada), Madeira (Hauptstadt Funchal) – Portugal.

Folgende Staaten liegen nur mit einem Teil ihrer Fläche in Europa: Russland liegt nur mit einem Viertel seiner Landmasse in Europa, dies umfasst jedoch das historische Kernland mit 75 Prozent seiner Einwohner (über 100 Millionen Menschen). Politisch wird es deshalb als europäischer Staat betrachtet, geographisch wird jedoch die Mehrheit seines Territoriums zu Asien gerechnet, wobei die genaue Abgrenzung des europäischen vom asiatischen Teil umstritten ist. Die Türkei liegt nach der traditionellen geographischen Abgrenzung an Bosporus und Dardanellen nur mit 3 Prozent ihrer geographischen Gesamtfläche in Europa, der Rest in Asien. Zum europäischen Teil gehört die größte Stadt und historische Hauptstadt Istanbul.

Diese Gebiete liegen nicht in Europa, gehören aber politisch zu einem europäischen Staat: Grönland gehört politisch zu Dänemark, von der Geologie aber zum näher gelegenen Amerika und ist auch nicht Teil der ← 12 | 13 → Europäischen Union. Zu Spanien gehören die vor Afrika gelegenen Kanarischen Inseln und die an der Küste Marokkos gelegenen Hoheitsgebiete (u. a. die Enklaven Ceuta und Melilla). Geographisch sind sie Teil Afrikas. Zum Vereinigten Königreich gehören die Überseegebiete: Anguilla, Bermuda, Britische Jungferninseln, Britisches Territorium im Indischen Ozean, Falklandinseln, Kaimaninseln, Montserrat, Pitcairninseln, Sankt Helena, Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln, Turks- und Caicosinseln. Zu Frankreich gehören folgende Überseegebiete: Clipperton-Insel, Französisch-Guayana, Französisch-Polynesien, Französische Süd- und Antarktisgebiete, Guadeloupe, Martinique, Mayotte, Neukaledonien, Réunion, Saint-Pierre und Miquelon, Wallis sowie Futuna und zu den Niederlanden gehören Aruba sowie die Niederländischen Antillen.

In alphabetisch geordnetem Aufbau – von Albanien, Belgien, Deutschland und Frankreich über Italien, Österreich und Ungarn bis Spanien und zum Vereinigten Königreich – werden insgesamt fünfzig europäische Staaten in dem hier vorgelegten Staatenlexikon thematisiert. Eine wesentliche Aufgabenstellung war dabei, die Entwicklung der jeweiligen Staaten aus deren Innenperspektive zu analysieren, vor allem um eine grundlegende Kenntnis der Geographie, Geschichte, Kultur, Politik und Wirtschaft dieser Staaten zu vermitteln. Um eine Vergleichbarkeit herzustellen, folgen die jeweiligen Länderbeiträge einer vorgegebenen identischen Struktur von Naturraum und physisch-geographischen Rahmenbedingungen, über historische Entwicklung, Bevölkerungsstruktur und Wirtschaftsstruktur, zu aktuellen politischen Entwicklungen und Literatur (verwendete und weiterführende).

Im besonderen Maße wurde auf eine interdisziplinäre Betrachtungs- und Vorgehensweise wert gelegt, was sich in der fachwissenschaftlichen Zusammensetzung der Autoren widerspiegelt. Dank gilt allen beteiligten Autorinnen und Autoren, die an der Erstellung der Beiträge mitgewirkt haben und ohne deren konstruktive Zusammenarbeit dieses Lexikon nicht zustande gekommen wäre. Zielgruppe des Bandes sind insbesondere Wissenschaftler, Studierende, Dozenten, Journalisten und sonstige Mittler politischer Bildung sowie alle Interessierten, denen das Lexikon wesentliche Hintergrundinformationen zur differenzierten und abgewogenen Darstellung einer der wichtigsten Regionen, vor allem in Bezug auf Migrations- und Wirtschaftspolitik in der internationalen Politik an die Hand geben möchte. Insofern eignet es sich sowohl als einführende Überblickslektüre als auch ← 13 | 14 → als Vertiefung für alle diejenigen, die bemüht sind, sich mit der Region Europa auseinanderzusetzen und es dabei wagen, auch nicht-eurozentristische Perzeptionen zuzulassen.

Die Herausgeber
Prof. Dr. Andreas Dittmann, Universität Gießen
Prof. Dr. Wolfgang Gieler, Fachhochschule Dortmund

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Katharina Herborn

Albanien

Offizieller Name: Republik Albanien; Landessprache: Republika e Shqipërisë
Staatsform: parlamentarische Republik
Unabhängigkeit: 28. November 1912 (Proklamation der Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich), 29. November 1944 (Ende der deutschen Besetzung)
Nationalfeiertage: 28. und 29. November
Hauptstadt: Tirana, 627.112 Einw.
Lage: am westlichen Rand der Balkanhalbinsel mit Küste zum Adriatischen und Ionischen Meer in Südeuropa; grenzt im Norden an Montenegro und Kosovo, im Osten an Mazedonien und im Süden an Griechenland
Fläche: 28.748 km2 (Weltrang: 140) ← 15 | 16 →
Bevölkerung: 2.876.101 Einw. (Stand 2016, Weltrang: 139); über 90 % Albaner (Tosken und Gegen); Minderheiten von Griechen, Aromunen, Mazedoniern, Montenegrinern und Roma
Landesstruktur: 12 Bezirke
Sprachen: Landessprache: Albanisch (Shqip)
Minderheitssprachen: Griechisch, Aromunisch, Mazedonisch, Montenegrinisch, Romanes
Religionen: ca. 70 % Muslime (mehrheitlich Sunniten); 18 % Griechisch-Orthodoxe; 10 % Katholiken; 2 % Anhänger des Bektashi-Ordens
Währung: Albanischer Lek (ALL)
Wirtschaftszweige: Landwirtschaft 22,9 % des BIP, Industrie 23,7 % des BIP, Dienstleistungen 53,4 % des BIP (Stand 2016)
BIP: 10.688.167.548 EUR (Stand 2016)
BIP/capita: 3.716,20 EUR (Stand 2016)
Mitgliedschaften: BSEC, CD, CE, CEI, EAPC, EITI, EU-Beitrittskandidat (seit 2014), FAO, IAEA, IBRD, ICAO, ICC (Nationale Komitees), ICCt, ICRM, IDA, IDB, IFAD, IFC, IFRCS, ILO, IMF, IMO, Interpol, IOC, IOM, IPU, ISO (Korrespondent), ITU, ITUC (NGOs), MIGA, NATO, OAS (Beobachter), OIC, OIF, OPCW, OSCE, PCA, SAA, SELEC, UN, UNCTAD, UNESCO, UNIDO, UNWTO, UPU, Verbund der CEFTA- und EFTA-Länder, WCO, WFTU, WHO, WIPO, WMO, WTO
Wichtige Medien: Tageszeitung: Shekulli, Panorama, Shqip, Koha Jone
öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten: Radio Tirana (staatlich), drei nationale und 19 lokale Radiosender (Stand 2004)
drei große nationale Fernsehsender (RTSH, TV Klan und TV Arbëria), 39 lokale Sender, 6 Kabelsender ← 16 | 17 →

Naturraum und geographische Rahmenbedingungen

Albanien ist in Südosteuropa im äußersten Westen der Balkanhalbinsel gelegen. Die Republik grenzt im Norden an Montenegro und Kosovo, im Osten an Mazedonien, im Südosten an Griechenland und im Westen an das Ionische und Adriatische Meer. Die Ländergrenzen messen zusammen 691 km und die Küstenlinie 362 km. Im Südwesten beträgt die Entfernung zur griechischen Insel Korfu lediglich 2 km und zum italienischen Festland an der engsten Stelle, der Straße von Otranto, 73 km. Die Landesfläche beträgt 28.748 km2, von denen 44 % landwirtschaftlich genutzt werden, 28 % bewaldet sind und 28 % anderweitig genutzt werden. Die Bevölkerung ballt sich vor allem in der und um die Hauptstadt Tirana sowie in der Küstenebene und nimmt mit steigender Höhe abseits der Städte ab. Die Ländergrenzen Albaniens wurden seit ihrer Entstehung 1912/13 immer wieder verändert und stimmen heute nicht mit dem Verbreitungsgebiet der Bevölkerungsgruppe der Albaner überein.

Größtenteils gebirgig, mit über 40 Gipfeln über 2.000 m ü. M. und einer mittleren Erhebung von 708 m ü. M., lässt sich Albanien in vier Hauptlandschaften einteilen: Im Westen zwischen Vlora und Skutarisee verläuft die Küstenebene mit Schwemmlandgebieten, wohingegen die ionische Küste zum Ceraunischen Gebirge aufsteigt. Nördlich des Drin, zwischen dem Skutarisee und Valbona, verlaufen die albanischen Alpen als Teil des Dinarischen Gebirges, die über das Zentrale Bergland im Süden in das Südliche Bergland, die Ausläufer des albanischen Epirus, übergehen. Der niedrigste Punkt des Landes ist das Adriatische Meer und die höchste Erhebung ist der Berg Korab (Maja e Korabit) an der albanisch-mazedonischen Grenze mit 2.746 m ü. M. Trockene, warme Sommer und niederschlagsreiche, milde Winter prägen das mediterrane Klima der albanischen Küstenniederungen, wohingegen in den Bergregionen kontinentales Klima mit warmen Sommern sowie kalten, wolken- und niederschlagsreichen Wintern vorherrscht. Wie andere Balkanländer zeichnet sich Albanien durch Karstgebirge und meist unschiffbare Schluchten aus. Der Schwarze Drin entspringt im Ohridsee und mündet bei Kukes in den aus Kosovo fließenden Weißen Drin. Der insgesamt 355 km lange Strom ist durch mehrere Wasserkraftwerke ein wichtiger Energielieferant des Landes. Die größten Seen sind der Skutarisee im Norden, der Ohridsee im Osten und die Prespaseen im Südosten, welche ← 17 | 18 → jeweils einen größeren Flächenanteil mit den angrenzenden Nachbarländern teilen. Nach den Küstengebieten werden hier die Potentiale der albanischen Tourismusbranche am meisten genutzt.

Geschichte

In der albanischen Geschichtsschreibung stammen die Albaner meistens von den Illyrern, einem antiken indogermanischen Volk ab. Zwischen dem 9. und 2. Jh. v. Chr. gründeten sie zahlreiche kleine Staatengebilde, unter ihnen auch das sogenannte „Albinoi“. Andere Quellen sehen die Albaner hingegen als Nachkommen der ostbalkanischen Thraker, auch Bessen genannt. Der Siedlungsbereich der Illyrer wurde im 3. und 2. Jh. v. Chr. von den Römern erobert und nach der Reichsteilung 395 n. Chr. dem Öströmischen (Byzantinischen) Reich zugeordnet. Im 11. Jahrhundert wurden erstmalig die „Alvinoi“ oder „Avanitai“ erwähnt. Jene albanisch-slawischen Familien gründeten seit dem 12. Jahrhundert kleine Fürstentümer. 1204, nach dem Sturz des Byzantinischen Reichs durch die Kreuzfahrer, breiteten sich im Norden und Osten Albaniens Serben und Bulgaren aus. Durrës und andere Hafenstädte wurden von den Venetern eingenommen und im Süden bildete sich das unabhängige „Despotat von Epirus“.

Durch die Ausbreitung des Osmanischen Reichs (1502 waren alle albanischen Gebiete erobert) waren die Albaner in einer Art Schaukelpolitik zwischen den Mächten hin- und hergerissen und wechselten mehrfach Konfession oder Religion. Gjergj Katrioti verfolgte als Iskender Bey (alb.: „Skënderbeu“) zunächst eine Karriere am Sultanshof, ehe er sich abwandte und im Kampf gegen das Osmanische Reich in weiten Teilen Westeuropas als Verteidiger des Abendlandes zur Legende avancierte. Das Osmanische Reich als herrschende Macht war jedoch toleranter als christliche Herrscher. Neben der Sichtweise der Balkanvölker, die die osmanische Herrschaft als „Türkenjoch“ betiteln, gibt es auch eine andere Lesart, in der keine Zwangskonvertierungen vorgenommen und nicht auf sprachlich-ethnische Assimilation abgezielt wurde. Nach mehr als 400 Jahren türkischer Besatzung kam es, wie auch in anderen Teilen des Osmanischen Reichs, zwischen 1830 und 1840 zu einer Bewegung der nationalen Wiedergeburt, der „Rilindja“. Unmut über die Unterdrückung durch den Sultan und immer wiederkehrende Forderungen nach einer Vereinigung aller albanischen Gebiete ← 18 | 19 → mit weitreichenderen Rechten für die albanische Bevölkerung mündeten schließlich in der „Liga von Prizren“ (1878–1881), die zum Ziel hatte, eine albanische Nationalregierung zu etablieren. Am 28. November 1912 wurde während des Ersten Balkankrieges die Unabhängigkeit Albaniens ausgerufen und Ismail Qemali mit der Regierungsbildung beauftragt. Bei der Botschafterkonferenz der Großmächte 1913 in London wurden zwar die Unabhängigkeit Albaniens und seine Trennung von der Türkei bestätigt, doch mehr als die Hälfte der von Albanern besiedelten Gebiete den Nachbarländern zugesprochen. Die bis 1925 im Detail festgelegten Grenzen haben bis heute Bestand.

Nach turbulenten Jahren immer wiederkehrender Besatzung, zunächst im Ersten Weltkrieg durch Österreich-Ungarn, 1916 durch Italien, dann 1943 durch Deutschland, wurde nach Ende des Zweiten Weltkriegs unter Enver Hoxha eine provisorische Regierung gebildet. Hoxha gelang es mit der Kommunistischen Partei 1944 eine Regierung zu bilden und eine sozialistische Volksrepublik nach sowjetischem Vorbild auszubauen. In einer Politik der Isolation näherte sich Hoxha nach dem Bruch mit der UdSSR 1961 der Volksrepublik China an, trat wenige Jahre später aus dem Warschauer Pakt aus und brach schließlich Mitte der siebziger Jahre auch mit China, was Albanien in die völlige Isolation führte. Mit Ende des Einparteiensystems im Dezember 1990 und mit Reformen zur Liberalisierung der Wirtschaft brach das Wirtschaftssystem Albaniens zunächst gänzlich zusammen, woraufhin Tausende Albaner nach Italien und Griechenland flüchteten. Albanien näherte sich in der Folge wieder dem Westen an, trat 2009 der NATO bei und erhielt 2014 den Status eines EU-Beitrittskandidaten.

Bevölkerungsstruktur

In den letzten zwanzig Jahren passte sich die albanische Bevölkerungsstruktur weitgehend dem europäischen Durchschnitt an. Vor 1990 waren Verhütungsmittel in Albanien verboten und die Geburtenrate die höchste in Europa. Heute liegt die Fertilitätsrate bei 1,5 Kindern pro Frau. Auch ist die Verstädterung im Vergleich von 1990 und 2015 von 35,8 % auf 57,4 % gestiegen, wobei in Albanien auch kleine Siedlungen mit Industrie als Städte gezählt werden. Mit über 95 % sind Albaner die ethnisch dominante Gruppe in Albanien, wobei diese Zahlen mit Vorsicht zu genießen sind, da bei ← 19 | 20 → einer Volkszählung in 2011 15,5 % der Befragten keine Angaben zu ihrer ethnischen Zugehörigkeit machen wollten oder die Angaben für ungültig erklärt wurden. Weitere in Albanien lebende Gruppen sind Aromunen, Roma, Balkan-Ägypter, Griechen, Mazedonier und Montenegriner. Der Anteil ethnischer Minderheiten wird zwischen 2 % und 10 % angegeben. Seit 1990 konnten sich die religiösen Gruppen Albaniens nach einem 23-jährigen Verbot der Religionsausübung neu organisieren. Bei der Volkszählung im Jahre 2011 wurde erstmals die Religionszugehörigkeit erhoben, jedoch verweigerten 16,2 % der Befragten die Aussage, sodass der erhobene Anteil der Muslime von heutigen Schätzungen stark abweicht. Waren es 2011 offiziell noch ca. 58 % Muslime, wird der Anteil der Muslime in Albanien heute auf mindestens 70 % geschätzt. Der Anteil der Katholiken (10 %), orthodoxen Christen (18 %) und Anhänger des Bektashi-Ordens (2 %) hat sich jedoch kaum verändert. Auf Basis der südalbanischen (toskischen) normierten Fassung ist Albanisch seit 1972 die Amtssprache. In Nordalbanien und der albanischsprachigen Bevölkerung in den angrenzenden nordöstlichen Gebieten wird ein gegischer Dialekt des Albanischen gesprochen. Die albanische Sprache ist in der indogermanischen Sprachgruppe eine eigenständige Sprachfamilie, die sich trotz türkischer, romanischer und slawischer Einflüsse in Grammatik und Wortschatz stark von den übrigen Sprachen unterscheidet. Neben der politischen Isolation Albaniens hat dies dazu beigetragen, die albanische Kultur bis heute zu bewahren.

Wirtschaftsstruktur

Mit den ersten freien Wahlen Albaniens im Jahre 1991 und den damit einhergehenden, weitreichenden wirtschaftlichen Reformen hatte Albanien zunächst große Probleme, eine stabile Wirtschaftsstruktur aufzubauen. Die Transformation eines kommunistischen in ein marktwirtschaftlich orientiertes Wirtschaftssystem zeigte zwar seit 1998 Fortschritte, konnte aber erst im Jahre 2000 durch Förderungen von westlichen Industriestaaten ein signifikantes Wirtschaftswachstum verzeichnen. Trotz europäischer Spitzenwachstumsraten von ca. 5 % in den letzten zehn Jahren gehört Albanien weiterhin zu den ärmsten Ländern Europas. Geprägt durch eine hohe Arbeitslosigkeit (2015 ca. 17,3 %) floriert der informelle Wirtschaftssektor. Seit 2014 hat zudem die Emigration wieder zugenommen. Albanien gilt als ← 20 | 21 → eines der rückständigsten Länder Europas. Deutlich wird dies insbesondere daran, dass jeder Zweite seinen Lebensunterhalt in der Landwirtschaft verdient. Die größten wirtschaftlichen Aktivitäten finden um Tirana und Durrës statt, wohingegen in entlegenen Bergregionen soziale und ökonomische Entwicklung weitestgehend ausbleibt.

Aktuelle politische Entwicklung

Umweltschutz spielte in Albanien stets eine untergeordnete Rolle und ist erst in den letzten Jahren mehr in den gesellschaftlichen Fokus gerückt. Die Werte für Luft- und Gewässerverschmutzung sowie Lärmbelastung liegen deutlich über den zugelassenen EU-Werten. Lediglich bei der Müllentsorgung konnten durch eine steigende Zahl offizieller Mülldeponien Fortschritte erzielt werden. Unzureichende Müllentsorgung ist dennoch nach wie vor ein großes Problem in Albanien und prägt mitunter das Landschaftsbild.

Seit dem Zusammenbruch der sozialistischen Ordnung kam es in Nordalbanien zu einer Wiederbelebung des Kanun, eines traditionellen Gewohnheitsrechtes, welches jedoch nicht in seiner ursprünglichen Form mit Rechtsgarantien praktiziert wird. So kommt es häufig zu Fällen von Verfolgung der männlichen Mitglieder verfeindeter Familien, was dazu führt, dass vermutlich Tausende aus Angst vor dem Tod durch Blutrache ihre Häuser nie verlassen.

Auch innenpolitisch ist Albanien weiterhin mit diversen Problematiken konfrontiert. Das Justizwesen ist in allen Bereichen durch starke Politisierung und Korruption geprägt, Polizeiwillkür ist weit verbreitet. Die Bekämpfung des Drogenanbaus und der organisierten Kriminalität verläuft schwerfällig. Die 2017 anberaumten Präsidentschafts- und Parlamentswahlen stellten eine Art Reifeprüfung für das Land dar. Nach vier gescheiterten Wahlgängen wurde im April 2017 erstmalig seit dem Ende des sozialistischen Einparteiensystems im Jahre 1990 ein sozialistischer Staatspräsident gewählt (Ilir Meta, Sozialistische Bewegung für Integration – LSI). Bei den Parlamentswahlen im Juni 2017 erreichte die Sozialistische Partei des amtierenden Ministerpräsidenten Edi Rama, bei der bisher geringsten Wahlbeteiligung, die Mehrheit und kann somit ohne eine Koalition bilden zu müssen alleine regieren. In der Vergangenheit hatte Rama für Unruhen in Mazedonien gesorgt, als er sich dort für ein Bündnis aller albanischen ← 21 | 22 → Parteien zur Aufwertung der Albaner in Mazedonien einsetzte. Rama sprach ebenfalls von einer Vereinigung mit dem Nachbarn Kosovo, als Alternative für eine bisher nicht stattgefundene Aufnahme in die EU.

In den nächsten Jahren steht die albanische Politik vor allem vor der Herausforderung umfassende Justizreformen durchzuführen und den europaweit führenden Cannabisanbau einzudämmen. Außerdem wird Albanien insbesondere zur Bekämpfung von Korruption, den zunehmenden Umweltbelastungen und den Dauerproblemen Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit, vor allem unter der jüngeren Bevölkerung, sowie zum Ausbau von Infrastruktur Reformmaßnahmen einleiten müssen. Die Verbesserung dieser Bereiche sollte in den nächsten Jahren eine wichtige Rolle im sozialen Aufstieg des Landes spielen und ökonomisch motivierte Migrationsversuche begrenzen können.

Zwar besitzt Albanien seit Juni 2014 den Status eines EU-Beitrittskandidaten, doch wie für viele andere Länder des Westbalkans ist der offizielle EU-Beitritt noch ein Ziel in weiter Ferne, da weder die politischen noch die wirtschaftlichen Standards für eine Mitgliedschaft in absehbarer Zukunft erfüllbar scheinen. Im wachsenden Tourismus ist neben steigenden Umweltbelastungen auch eine Chance zu sehen, die Einkommen der Bevölkerung, auch im ländlichen Raum, zumindest saisonal, zu steigern. In Gebieten, in denen der Tourismussektor erst entsteht, besteht die Möglichkeit, diesen von Anfang an nachhaltig zu gestalten und Arbeitsplätze für alle Altersklassen zu schaffen.

Quellen und weiterführende Literatur

ATLAS MEDIENFREIHEIT OSTEUROPA DER UNI PASSAU (2016): Albanien. Abrufbar unter: https://wp.uni-passau.de/medienatlas-osteuropa/laender/albanien/ (letzter Abruf: 01.06.2017).

DEUTSCHE INDUSTRIE- UND HANDELSVEREINIGUNG IN ALBANIEN (DIHA) (2015): Albanische Wirtschaft. Abrufbar unter: http://www.diha.al/albanien/ (letzter Abruf: 01.06.2017).

THE WORLD FACTBOOK (2017): Albania. Abrufbar unter: https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/al.html (letzter Abruf: 01.06.2017).

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Wolfgang Gieler

Andorra

Offizieller Name: Fürstentum Andorra; in der Landessprache: Principat d’Andorra
Staatsform: konstitutionelles Fürstentum
Unabhängigkeit: 4. Mai 1993 (Verfassung wurde aufgesetzt)
Nationalfeiertage: 14. März (Tag der Verfassung), 8. September (Tag der „Verge von Meritxell“, der Schutzpatronin von Andorra)
Hauptstadt: Andorra la Vella; 22.615 Einwohner
Lage: Land in Südeuropa an der Grenze zur Spanischen Halbinsel; grenzt im Norden an Frankreich (Foix), im Süden an Spanien (Katalonien)
Fläche: 468 km2 (Weltrang: 181) ← 23 | 24 →
Bevölkerung: 77.281 Einw. (Stand 2016, Weltrang: 197) 46 % Andorraner, 26 % Spanier, 14 % Portugiesen, 5 % Franzosen, 1,3 % Briten, zudem mit jeweils weniger als 1 % Marokkaner, Italiener, Philippinen, Deutsche, andere
Landesstruktur: 7 Gemeinden (Parròquies)
Sprachen: Katalanisch ist Amtssprache, weitere Verkehrssprachen sind: Spanisch; Französisch
Religionen: über 90 % römisch-katholisch, andere
Währung: Euro (EUR); 1 EUR = 100 Cent
Wirtschaftszweige: Landwirtschaft 0,5 % des BIP, Industrie 10,8 % des BIP, Dienstleistungen 88,6 % des BIP (Stand 2015)
BIP: 2.575.241.170 EUR (Stand 2016)
BIP/capita: 33.323,08 EUR (Stand 2016)
Mitgliedschaften: CE, Sonderbeziehungen zur EU (kein Mitglied), FAO, ICAO, ICC (NGOs), ICCt, ICRM, IFRCS, Interpol, IOC, IPU, ITU, OIF, OPCW, OSCE, UN, UNCTAD, UNESCO, Union Latina, UN, UNWTO, WCO, WHO, WIPO, WTO (Beobachter)
Wichtige Medien: Tageszeitungen: fünf große Tageszeitungen (Diari d’Andorra, El Periòdic, Bondia el periodico gratuito de Andorra, Villaweb, Món Diplomàtic)
zwei öffentliche Radiosender (Rádio Nacional d’Andorra (RNA), Radio Andorra Música), 10 kommerzielle Radiosender,
ein öffentlicher TV-Sender (Andorra Televisió (ATV), guter Empfang von TV- und Radiosendern aus Frankreich und Spanien, ca. 25 internationale TV-Sender

Naturraum und geographische Rahmenbedingungen

Das Fürstentum Andorra ist ein 468 km2 großer Staat, welcher in den östlichen Pyrenäen zwischen Spanien und Frankreich liegt. Im Norden grenzt es an das französische Gebiet Foix und im Süden an Katalonien. Das Land ← 24 | 25 → wird von den Flüssen Valira del Nord, Valira d’Orient und deren Zusammenfluss Gran Valira in drei Täler unterteilt. Diese Täler sind von hohen Gebirgen umgeben, was dazu führt, dass die durchschnittliche Höhe Andorras bei 1.996 m ü. M. liegt. Der höchste Berg ist mit 2.942 m ü. M. der Coma Pedrosa. Andorra ist in sieben Gemeinden, sogenannte Parròquies unterteilt, die sich wiederum in weitere Unterbezirke unterteilen. Die Hauptstadt Andorra la Vella liegt auf 1.029 m ü. M. und ist damit die höchstgelegene Hauptstadt Europas.

In Andorra herrscht ein Gebirgsklima mit mediterranen Einflüssen, welches sich durch heiße Sommer und kalte Winter mit starken Schneefällen zeigt. Die Temperatur liegt in der Hauptstadt Andorra la Vella im Jahresdurchschnitt bei 9,6 °C und der durchschnittliche Niederschlag pro Jahr bei etwa 899 mm. Durch die unterschiedliche Höhenlage der einzelnen Gebiete in Andorra können sich die Temperaturen innerhalb des Landes jedoch stark unterscheiden.

Geschichte

Die Gründung des Staates Andorras geht auf einen Vertrag zwischen dem Grafen von Foix und dem Bischof von Urgel zurück, die sich am 8. September 1278 darauf verständigten, den Kleinstaat unter gemeinsamer Herrschaft zu verwalten. Dem Bischof und dem Grafen wurde eine gleichgewichtige Souveränität über Andorra zugesichert. Zu der wichtigsten Bestimmung dieses Vertrages gehörte die Zusicherung beider Co-Fürsten, Andorra weder zu erobern, noch in ihr Gebiet einzuschließen. Zudem hatten beide das Recht einen permanenten Repräsentanten nach Andorra zu schicken, welcher nur im gegenseitigen Einvernehmen beider Vertreter Entscheidungen treffen konnte. Darüber hinaus sollten der Graf und der Bischof abwechselnd alle zwei Jahre eine Abgabe der Bevölkerung erhalten. So entstand mit Andorra ein Fürstentum ohne eigenen Fürsten.

Seitdem im Jahre 1590 der damalige Graf von Foix König Heinrich IV. von Frankreich wurde, ist das französische Staatsoberhaupt gleichzeitig auch Co-Fürst von Andorra. Seit der Abschaffung der Monarchie in Frankreich übernahm der französische Präsident diese Rolle.

Die engen Beziehungen zwischen Frankreich und Andorra wurden nur Ende des 18. Jahrhunderts durch die Französische Revolution gestört, als ← 25 | 26 → sich Napoleon Bonaparte aufgrund der Abschaffung der Feudalrechte in Frankreich weigerte, die alle zwei Jahre fällige Abgabe Andorras anzunehmen. Das Verhältnis normalisierte sich jedoch durch ein Dekret von Napoleon I. bereits im Jahr 1806 wieder. Obwohl es aufgrund der nicht eindeutigen Verträge immer wieder Streit der beiden Co-Fürsten über ihre Rechte gab und Andorra stark unter den Einfluss seiner beiden großen Nachbarn geriet, konnte es seine Autonomie durchweg bewahren.

Während des Ersten Weltkriegs, der Zeit des Spanischen Bürgerkriegs und des Zweiten Weltkriegs blieb Andorra neutral, auch wenn sich die Co-Fürsten darauf einigten, zwischen 1936 und 1940 französische Truppen zur spanisch-andorranischen Grenze zu schicken, um diese zu schützen.

Bevölkerungsstruktur

Biographische Angaben

Andreas Dittmann (Band-Herausgeber) Wolfgang Gieler (Band-Herausgeber)

Andreas Dittmann, Geograph und Ethnologe, Professor für Anthropogeographie und Geographische Entwicklungsforschung am Institut für Geographie der Justus-Liebig-Universität Gießen. Wolfgang Gieler, Politikwissenschaftler und Ethnologe, Professor am Fachbereich für Angewandte Sozialwissenschaften der Fachhochschule Dortmund.

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Titel: Staatenlexikon Europa