Schuld und Erinnerung: Eine Analyse von Katharina Hackers Der Bademeister im Lichte der symbolischen Schuldphilosophie Paul Ricœurs
19 Seiten
Open Access
Journal:
Jahrbuch für Internationale Germanistik
Band 56
Ausgabe 3
Erscheinungsjahr 2024
pp. 231 - 249
Zusammenfassung
Diese Studie fokussiert sich auf die Analyse von Katharina Hackers Werk Der Bademeister (2000)1 mit dem vorrangigen Ziel, die Erinnerungsliteratur im Kontext der Zeugengeneration des Zweiten Weltkriegs zu untersuchen.2 Die Repräsentation vergangener Ereignisse manifestiert sich in der Regel durch diverse identitätsbildende und interpretationsbedürftige Erinnerungsprozesse, die in einer Vielzahl von Artefakten, Medien und literarischen Werken zum Ausdruck kommen. Der identitätsbildende Aspekt ergibt sich aus der Tatsache, dass Individuen während des Erinnerungsprozesses verschiedene Entwicklungsstufen durchlaufen, die zu einer veränderten Auffassung vergangener Ereignisse und folglich zu einer maßgeblichen Veränderung ihrer Identität führen. Die Notwendigkeit von Interpretation der Erlebnisse ist insbesondere im Kontext des Zweiten Weltkriegs auf den Schock und die Unaussprechlichkeit der Ereignisse zurückzuführen, da die Zeugen dazu neigen, Schweigen als adäquate Reaktion erscheinen zu lassen.
Details
- Seiten
- 19
- DOI
- 10.3726/JIG563_231
- Erscheinungsdatum
- 2025 (August)
- Schlagworte
- schuld erinnerung eine analyse katharina hackers bademeister lichte schuldphilosophie paul ricœurs
- Produktsicherheit
- Peter Lang Group AG