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Die Soundscapes in Der Junge aus Duala: Literarische Repräsentationen kolonialer Gewalt und ästhetische Strategien des Widerstands

by Marlen Rieffel (Author)
18 Pages
Open Access
Journal: literatur für leser:innen Volume 47 Issue 2 Publication Year 2024 pp. 151 - 168

Summary

Literatur ist, auch wenn das Medium selbst nicht klingt, voller Klang. Besonders deutlich zeigt sich das in Dualla Misipos Der Junge aus Duala, einem der wenigen deutschsprachigen literarischen Werke, das die Soundscapes des deutschen Kolonialismus aus Schwarzer Perspektive einfängt bzw. rekonstruiert. Der vorliegende Beitrag legt den Fokus auf eben jene Soundscapes – klingende Umwelten – in Misipos Roman. Es wird beleuchtet, auf welche Weise die dargestellte deutsche koloniale Herrschaft in Kamerun auf Klang als Machtinstrument zurückgreift bzw. mit welchen Soundscapes die Erfahrung der Kolonialmigration nach Deutschland verbunden wird. Dabei fungieren Klangbeschreibungen und Höreindrücke nicht nur als Mittel zur Repräsentation kolonialer Gewalt. Vielmehr lassen sie sich auch als Form ästhetischen Widerstands fassen, die in Anlehnung an bell hooks oppositionellen Blick als oppositionelles Gehör bezeichnet wird.

Details

Pages
18
DOI
10.3726/lfl.2024.02.04
Open Access
CC-BY
Publication date
2026 (February)
Keywords
Soundscape oppositionelles Gehör ästhetischer Widerstand Dualla Misipo deutscher Kolonialismus
Product Safety
Peter Lang Group AG

Biographical notes

Marlen Rieffel (Author)

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Title: Die Soundscapes in Der Junge aus Duala: Literarische Repräsentationen kolonialer Gewalt und ästhetische Strategien des Widerstands