Rekonstruktionsverfahren.
Kleists Verfahrensgeschichten und die Zeitlichkeit des Gerichtsprozesses
20 Seiten
Open Access
Journal:
Zeitschrift für Germanistik
Band 36
Ausgabe 2
Erscheinungsjahr 2026
pp. 56 - 75
Zusammenfassung
Dieser Aufsatz liest Kleists Gerichtsgeschichten – insbesondere Der zerbrochne Krug – als ästhetische Reflexionen der für jeden Prozess zentralen ‚rekonstruktiven Verfahren‘. Für Kleist sind Gerichtsprozesse selbst aktive Medien der Rekonstruktion, d.h., sie entfalten sich in der Gegenwart, aber versuchen, Vergangenes zu rekonstruieren. Dabei müssen sie nicht nur die Umstände eines undurchsichtigen Vorfalls wieder zusammenfügen, sondern auch das, was zerbrochen wurde, wiederherstellen.
Details
- Seiten
- 20
- DOI
- 10.3726/92178_56
- Open Access
- CC-BY
- Erscheinungsdatum
- 2026 (April)
- Schlagworte
- Der zerbrochne Krug Kleist Gerichtsprozess Rekonstruktion Verfahren
- Produktsicherheit
- Peter Lang Group AG