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Morgen-Glantz 28 (2018)

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Edited By Rosmarie Zeller-Thumm

Der vorliegende Band 28 der Zeitschrift Morgen-Glantz enthält die überarbeitete Fassung der Vorträge, die an der 27. Tagung der Christian Knorr von Rosenroth-Gesellschaft gehalten wurden. Anlässlich des Gedenkjahrs zur 500. Wiederkehr der durch die 95 Thesen Martin Luthers eingeleiteten Reformation, beschäftigte sich die Tagung mit dem Ringen um den rechten Glauben. Orthodoxie, Konfession und Toleranz 150 Jahre nach der Reformation. Tatsächlich wirkte der Aufruf des Reformators weit in das 17. Jahrhundert hinein und hatte gerade für die Zeitgenossen Christian Knorrs noch Auswirkungen auf ihren Alltag. Der vorliegende Band stellt deshalb die Frage nach den Wirkungen der Reformation und der auf sie reagierenden Reformbestrebungen auf der einen Seite und Rekatholisierungsbemühungen auf der anderen Seite. In diesem Band werden außerdem weitere Beiträge und Rezensionen veröffentlicht, die zum Aufgabenbereich der Gesellschaft und ihrer Zeitschrift gehören.

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Gesangbuch und Konfession – am Beispiel Nürnberger Gesangbücher (Ernst Rohmer)

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ERNST ROHMER

Gesangbuch und Konfession – am Beispiel Nürnberger Gesangbücher

ABSTRACT: In the 17th century, the hymnal changed from a means of domestic devotion compiled by individuals (theologians or publishers) to a medium with the help of which orthodoxy was to be achieved under the supervision of those institutions leading the church. Using Nuremberg hymnals as an example, it can be shown that strict Lutherans were opposed to others in the city who, in the tradition of the Bohemian Brothers, represent rather more Reformed positions. Johann Michael Dilherr and Sigmund von Birken exhort a stricter faith in accord with chiliastic thought, but were however accused by Johann Saubert (jun.) and Konrad Feuerlein of being too secular in their songs. The spiritual poetry as practiced by the representatives of the Pegnesische Blumen-Orden was rejected by their critics because their creators lacked the respective theological foundation.

Gesangbücher im 17. Jahrhundert waren anders als heute keine von kirchlichen Institutionen entwickelten und autorisierten Publikationen, sondern sie waren in den meisten Fällen von Einzelpersonen zusammengetragene Liedersammlungen, deren Zweckbestimmung nicht in erster Linie die Verwendung im Gottesdienst war. Ihre Titel weisen sie vielmehr in aller Regel als Mittel zur häuslichen Andacht aus.1 Die Forschung zu geistlichem Lied und Kirchenlied nimmt inzwischen ausdrücklich an, dass die Anzahl der im Gottesdienst tatsächlich verwendeten Lieder eher gering war und dass diese vor allem auswendig gesungen wurden.2 Verallgemeinern lässt sich das allerdings nicht, denn die Praxis ← 175...

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