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Morgen-Glantz 28 (2018)

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Edited By Rosmarie Zeller-Thumm

Der vorliegende Band 28 der Zeitschrift Morgen-Glantz enthält die überarbeitete Fassung der Vorträge, die an der 27. Tagung der Christian Knorr von Rosenroth-Gesellschaft gehalten wurden. Anlässlich des Gedenkjahrs zur 500. Wiederkehr der durch die 95 Thesen Martin Luthers eingeleiteten Reformation, beschäftigte sich die Tagung mit dem Ringen um den rechten Glauben. Orthodoxie, Konfession und Toleranz 150 Jahre nach der Reformation. Tatsächlich wirkte der Aufruf des Reformators weit in das 17. Jahrhundert hinein und hatte gerade für die Zeitgenossen Christian Knorrs noch Auswirkungen auf ihren Alltag. Der vorliegende Band stellt deshalb die Frage nach den Wirkungen der Reformation und der auf sie reagierenden Reformbestrebungen auf der einen Seite und Rekatholisierungsbemühungen auf der anderen Seite. In diesem Band werden außerdem weitere Beiträge und Rezensionen veröffentlicht, die zum Aufgabenbereich der Gesellschaft und ihrer Zeitschrift gehören.

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Philalgia gibt ihr Ja-Wort: Die Übersetzung eines psychosomati-schen Therapiekonzepts in philosophisch-allegorische Dichtung (Sabine Schlegelmilch)

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SABINE SCHLEGELMILCH

Philalgia gibt ihr Ja-Wort: Die Übersetzung eines psychosomatischen Therapiekonzepts in philosophisch-allegorische Dichtung

ABSTRACT: This article gives a new edition, translation and an analysis of the Latin poem De Amore Dolorum, first edited by Grace B. Sherrer in 1958 from a manuscript of the Bodleian Library. It links the narrative of Philalgia, the Pain-Lover, and her marriage with Dolor, the Pain, to the Latin edition of Anne Conway’s Principia Philosophiae (1690) and Franciscus Mercurius van Helmont’s handwritten account on the Anatomy of Pain. It is shown how the complex and well-written poem merges alchemical, philosophical, kabbalistic and Christian concepts and images into an allegorical and versified summary of the philosophical discourse at Ragley Hall. Due to the high language level, the content and style of his former poetical works and his probable engagement as a translator of Anne Conway’s Principles into Latin, Henry More is suggested as the author of the anonymous text.

Es gehört zu den Charakteristika des Corpus Helmontianum, dass die unter Franciscus Mercurius van Helmonts Namen geführten Schriften allesamt nicht von ihm selbst verfasst wurden.1 Wie Gerold Necker und Rosmarie Zeller jedoch zu Recht kritisieren, wäre es verfehlt, daraus eine sprachliche Unfähigkeit Helmonts abzuleiten.2 Die ablehnende Art und Weise, in der er sich nach Darstellung seiner Anhänger zu einer eigenen schriftlichen Niederlegung seiner Gedanken äußerte,3 die ihm attestierte maieutische Gesprächsweise, die in einer der Werkvorreden als „ancient Philosophical way of discoursing“ bezeichnet...

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