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Lehren und Lernen in deutschsprachigen Grenzregionen

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Edited By Anemone Geiger-Jaillet

In diesem Sammelband werden neue und innovative Ansätze im Bereich der Sprachenausbildung und des Sprachenlernens vorgestellt. Dreizehn Autoren aus neun Ländern schildern die Entwicklung von Modellen für die schulische Zwei- und Mehrsprachigkeit in deutschsprachigen Grenzregionen. Sie untersuchen unter anderem die Beziehung von schulischer und frühkindlicher Mehrsprachigkeit und zeigen verschiedene Unterrichts- und Vermittlungsmethoden. Dabei werden sämtliche Altersstufen und verschiedene Sprachkombinationen berücksichtigt.
Eine reichhaltige Linksammlung zu jedem Beitrag sowie eine Zusammenfassung in der jeweils anderen Sprache ergänzen den Band.

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BERND WENZEL, Pirna Binationaler/bilingualer Unterricht in der deutsch-tschechischen Grenzregion am Beispiel des Schiller-Gymnasiums in Pirna 105

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BERND WENZEL, PIRNA Binationaler/bilingualer Unterricht in der deutsch- tschechischen Grenzregion am Beispiel des Schiller-Gymnasiums in Pirna 1. Übersicht zur Entwicklung In den neuen Bundesländern war die Wende mit einer grundlegenden Umstrukturierung in der Bildungslandschaft verbunden. Die sächsi- schen Kultusbehörden arbeiteten eng mit den bayerischen und den baden-württembergischen Schulministerien zusammen. Daraus ergab sich die Neuorientierung der DDR-Schulen in einem gegliederten Schulmodell nach süddeutschem Vorbild, jedoch nicht ohne eigene Akzente zu setzen. Neben den Mittelschulen, welche den Real- und Hauptschulzweig beinhalteten, bauten Gymnasien ab der fünften Klasse auf den Grundschulen auf. 1992 ging aus einer „allgemeinbil- denden polytechnischen Oberschule“ der DDR, der typischen Zehn- klassenschule des vorangegangenen Systems, das „Friedrich-Schiller- Gymnasium“ in Pirna hervor. Die neu gegründeten Schulen mussten sich im neuen Bildungssystem finden und hatten die Aufgabe, eine für die jeweilige Bildungseinrichtung prägende Ausrichtung, ein eigenes ´Gesicht´, zu finden und Identität zu stiften. Die damalige Entwick- lungszeit war stark basisdemokratisch geprägt, und so nimmt es nicht Wunder, dass grundlegende Gedanken der Schulprofilierung vor Ort durch das Kollegium im Gedankenaustausch mit Eltern und Schülern entwickelt wurden. Personelle Gegebenheiten und die Grenznähe zur tschechischen Republik ließen eine Einbindung der tschechischen Sprache als eine wesentliche Säule des Gymnasiums zur logischen Konsequenz werden. 106 Bernd Wenzel Bereits mit der Gestaltung als Gymnasium wurde an der Schule die Einrichtung eines Bildungsgangs mit vertieftem Tschechischunterricht als Schulversuch genehmigt. Schon nach zwei Jahren wurde der Schul- versuch in einen neuen Status übergeführt...

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