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Lehren und Lernen in deutschsprachigen Grenzregionen

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Edited By Anemone Geiger-Jaillet

In diesem Sammelband werden neue und innovative Ansätze im Bereich der Sprachenausbildung und des Sprachenlernens vorgestellt. Dreizehn Autoren aus neun Ländern schildern die Entwicklung von Modellen für die schulische Zwei- und Mehrsprachigkeit in deutschsprachigen Grenzregionen. Sie untersuchen unter anderem die Beziehung von schulischer und frühkindlicher Mehrsprachigkeit und zeigen verschiedene Unterrichts- und Vermittlungsmethoden. Dabei werden sämtliche Altersstufen und verschiedene Sprachkombinationen berücksichtigt.
Eine reichhaltige Linksammlung zu jedem Beitrag sowie eine Zusammenfassung in der jeweils anderen Sprache ergänzen den Band.

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EVA HAMMES-DI BERNARDO, SaarbrückenZweisprachige Erziehung im Elementarbereich: Grenzüberschreitende Qualifizierung von pädagogischen Fach- und Lehrkräften zwischen Saarland und Lothringen 161

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EVA HAMMES-DI BERNARDO, SAARBRÜCKEN Zweisprachige Erziehung im Elementarbereich: Grenzüberschreitende Qualifizierung von pädagogischen Fach- und Lehrkräften zwischen Saarland und Lothringen 1. Einleitung In vielen europäischen Kindertageseinrichtungen ist der Alltag seit Jahrzehnten durch die zweisprachige Erziehung geprägt: Vermittlung der jeweiligen Landessprache als Zweitsprache oder einer so genann- ten Fremdsprache. Die demografische Entwicklung der letzten 40 Jahre, geprägt durch Ein- und Zuwanderung, hat die Kindergärten vor allem im sprachlichen Bereich vor neue Herausforderungen gestellt. Einerseits sollten entsprechende Programme durch die Förderung des Erwerbs der deutschen Sprache die soziale und schulische Integration vereinfachen. Andererseits sollte deutschen Kindern ebenfalls die Chance gegeben werden, ihr frühkindliches Lernpotenzial optimal aus- zunutzen, indem sie eine zweite Sprache in einer altersgerecht gelenkten Situation ganzheitlich erfahren und erlernen dürfen. In diesem Zusam- menhang rückten neben grundlegenden Kenntnissen in der Entwick- lungspsychologie und dem frühkindlichen Sprach- und Zweitsprachen- erwerb Fragen nach der eigenen, sprachlich geprägten kulturellen Iden- tität, nach unterschiedlichen Wertvorstellungen in der Kindererziehung, nach interkultureller Kommunikation und professionellem Selbstbe- wusstsein in den Vordergrund (Ministerium für Bildung 2008). Im Saarland haben die Kindergärten seit 1998 die Möglichkeit, eine zweisprachige deutsch-französische Erziehung anzubieten. Das Konzept basiert auf international ausgewerteten Erkenntnissen und Erfahrungen: – der Erwerb einer zweiten Sprache während der ersten 162 Eva Hammes-Di Bernardo Lebensjahre ist durch altersspezifische neurobiologische Abläufe we- sentlich einfacher als in späteren Jahren; der Einsatz von mutter- sprachlichen Kräften beeinflusst verstärkend den Spracherwerbspro- zess...

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