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Morgen-Glantz 21/2011

Zeitschrift der Christian Knorr von Rosenroth-Gesellschaft

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Edited By Rosmarie Zeller

Der vorliegende Band der Zeitschrift Morgen-Glantz (21, 2011) enthält die überarbeitete Fassung der Vorträge, die bei der 20. Tagung der Christian Knorr von Rosenroth-Gesellschaft vom 2. - 4. Juli 2010 in Sulzbach-Rosenberg gehalten wurden. Thema der Tagung war Apokalypse-Deutungen im 17. Jahrhundert in Theologie, Literatur und Kunst. Es werden außerdem Beiträge und Rezensionen im Band veröffentlicht, die zum Aufgabenbereich der Gesellschaft und ihrer Zeitschrift gehören.

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KASPAR VON GREYERZ - Das Nachdenken über die Apokalypse im England des späteren 17. Jahrhunderts - 15

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KASPAR VON GREYERZ Das Nachdenken über die Apokalypse im England des späteren 17. Jahrhunderts Apokalyptisches Denken im England des späteren 17. Jahrhunderts bewegt sich in einem inhaltlichen Spannungsfeld, das sich in vielerlei Hinsicht mit dem Geschichtsverständnis George Hakewills als dem ei- nen Pol und den sich an aufklärerischen Fortschrittsvorstellungen orien- tierenden Überlegungen eines Edmund Law über die Zusammenhänge von Kunst und Wissenschaft mit der natürlichen wie der geoffenbarten Religion als anderem Pol demarkieren lässt. In einem damals einfluss- reichen Werk An Apologie or Declaration of the Power and Providence of God in the Gouvernment of the World (1627) betonte Hakewill, dass sowohl „in wits and arts, as in all things besides“ eine Art zirkuläres Voranschreiten dominiere; „they have their birth, their growth, their flourishing, their fayling, their fading, and within a while after their resurrection, and reflourishing again.“1 „Wits and arts“ lässt sich mit „Wissenschaft und Kunst“ übersetzen. Der Theologe und Kirchenmann George Hakewill (1578/1579-1649) verbrachte im ersten Jahrzehnt des 17. Jahrhunderts vier Jahre auf dem europäischen Kontinent und legte durch seine Kontakte in jenen Jahren das Fundament für sein sowohl dezidiert calvinistisches wie entschieden anti-römisches Denken. Sein Traktat sollte nicht zuletzt den gängigen Vorstellungen vom zuneh- menden Alterszerfall der Erde entgegenwirken, da diese dazu führen konnten, dass Naturkatastrophen nicht mehr als Gottesstrafen für menschliche Sünden, sondern als Ausdruck kosmischen Zerfalls ver- standen wurden.2 1 Zit. nach Ernest Lee Tuveson: Millenium and Utopia....

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