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Spracheinstellungen von Grundschülerinnen und Grundschülern in einer Grenzregion

Qualitative Untersuchung in zwei paritätisch unterrichteten ersten Klassen mit Zielsprache Französisch

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Julia Putsche

In vorliegendem Buch geht es um Spracheinstellungen von Kindern in zwei ersten Grundschulklassen an der deutsch-französischen Grenze. Diese Klassen werden zweisprachig unterrichtet – fast die Hälfte des Unterrichts findet auf Französisch statt. Die Interviewstudie untersucht die Spracheinstellungen sowie deren Entwicklung bei den Schülerinnen und Schülern und fokussiert dabei auf Einstellungen gegenüber der Sprache, dem Land, den Bewohnern und der Kultur. Auch die Spracheinstellungen von Lehrkräften werden untersucht. Das Werk zeigt, welche Faktoren das Erlernen der Nachbarsprache in einer Grenzregion zu etwas Besonderem machen. Die Autorin erläutert ausserdem die theoretische Verankerung des frühen Fremdsprachenlernens, der Spracheinstellungsforschung, des Fremdsprachenlernens in Grenzregionen und der qualitativen Forschung im Bereich der Sprachwissenschaft.

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Gérald Schlemminger Zu diesem Buch Die vorliegende Untersuchung wurde im Rahmen eines Doppel- doktorats zwischen der pädagogischen Hochschule und der Uni- versität Straßburg vorgelegt. Sie ist Ausdruck einer langjährigen Zusammenarbeit in Forschung, Lehre, Lehrerausbildung und Promotionsstudium zwischen beiden Hochschulen. Diese Arbeit zeugt auch davon, wie die Wissenschaftskultur zweier Länder in ein Forschungsvorhaben, in seine Konzeption, Durchführung und Auswirkung Eingang gefunden hat. Dies zeigt sich zunächst in der deutsch-französischen Begriffsfindung: Um die empirisch erhobenen Aussagen von deutschen Grund- schülerInnen, die an der Grenze zu Frankreich (Strasbourg) Französisch lernen, verstehen, einordnen und analysieren zu können, setzt die Autorin sich ausführlich mit den Begriffen wie Einstellungen, Sprachattitüden, représentations, attitude, lan- guage attitudes usw. auseinander, so wie sie in den unterschied- lichen Wissenschaftsdomänen (in Frankreich) in der sciences du language und in der sociolinguistique und (im deutschspra- chigen Raum) in der Soziolinguistik, der Soziologie und der Sprachlehrforschung / Fremdsprachendidaktik vertreten werden. Es gelingt der Verfasserin damit, ihren eigenen Begriffapparat überzeugend und für die Untersuchung auch operationalisier- und messbar aufzubauen. Diese besondere konzeptuelle Leis- tung ist hervorzuheben. Desgleichen wird der Forschungsbe- reich „Grenzregionen und interkulturelles Lernen“ in Bezug auf die deutsche, französische und europäische Diskussion kritisch aufgearbeitet. Das deutsch-französische Grenzgebiet als Forschungsfeld ist zwar allgemein schon relativ oft in verschiedenen Wissenschaf- ten Gegenstand von Untersuchungen gewesen. Diese Arbeit reiht 6 sich in eine Anzahl weiterer soziolinguistischer Untersuchungen und Projekte ein, die in der Region des...

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