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Spracheinstellungen von Grundschülerinnen und Grundschülern in einer Grenzregion

Qualitative Untersuchung in zwei paritätisch unterrichteten ersten Klassen mit Zielsprache Französisch

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Julia Putsche

In vorliegendem Buch geht es um Spracheinstellungen von Kindern in zwei ersten Grundschulklassen an der deutsch-französischen Grenze. Diese Klassen werden zweisprachig unterrichtet – fast die Hälfte des Unterrichts findet auf Französisch statt. Die Interviewstudie untersucht die Spracheinstellungen sowie deren Entwicklung bei den Schülerinnen und Schülern und fokussiert dabei auf Einstellungen gegenüber der Sprache, dem Land, den Bewohnern und der Kultur. Auch die Spracheinstellungen von Lehrkräften werden untersucht. Das Werk zeigt, welche Faktoren das Erlernen der Nachbarsprache in einer Grenzregion zu etwas Besonderem machen. Die Autorin erläutert ausserdem die theoretische Verankerung des frühen Fremdsprachenlernens, der Spracheinstellungsforschung, des Fremdsprachenlernens in Grenzregionen und der qualitativen Forschung im Bereich der Sprachwissenschaft.

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Der Elternfragebogen als Basis für die nachfolgenden Interviews 163

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Auch spielen extrinsische Faktoren, wie die Ein- stellungen von Eltern und Lehrern sowie die Be- ziehung zu diesen eine wichtige Rolle (Leopold- Mudrack 1998: 62). Der Elternfragebogen als Basis für die nachfolgenden Interviews In diesem Kapitel werde ich die Untersuchungsgruppe und alle mit ihr verbundenen Informationen, welche ich aus der Auswer- tung der Elternfragebögen gewinnen konnte, vorstellen, da diese für die anschließende Analyse der Interviewdaten von Bedeutung sind. Die Informationen aus den Elternfragebögen geben bei- spielsweise alle benötigten Informationen zum sprachlichen Hintergrund eines Kindes im Vorfeld der Interviewstudie. Es wird zuerst darum gehen, die Gruppe mit ihren Aus- gangsbedingungen vorzustellen. Anschließend gebe ich einen kurzen Überblick über die sprachliche Situation der Kinder, die der Eltern, sowie über die beruflichen Situationen der Eltern. Das Kapitel wird mit den Meinungen der Eltern zu Frankreich und dem bilingualen Unterricht abgeschlossen und bietet damit eine sinnvolle Überleitung zur Analyse der Interviewdaten. 1. Ausgangssituation Wie schon erwähnt, setzt sich die Untersuchungsgruppe aus Schülerinnen und Schülern zweier Kehler Grundschulklassen zusammen (erstes Schuljahr). Die beiden ausgewählten Klassen 164 sind paritätisch unterrichtete Lerngruppen, die 2008 einge- schult wurden. In einer der beiden Klassen werden nicht alle Schülerinnen und Schüler nach dem paritätischen System un- terrichtet. Um möglichst viel Rücklauf zu haben, wurden die Elternfragebögen an alle Eltern der vom paritätischen Unter- richtssystem betroffenen Kinder der ersten Klassenstufe ausge- teilt. De facto füllten 29 Familien die Fragebögen aus...

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