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Spracheinstellungen von Grundschülerinnen und Grundschülern in einer Grenzregion

Qualitative Untersuchung in zwei paritätisch unterrichteten ersten Klassen mit Zielsprache Französisch

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Julia Putsche

In vorliegendem Buch geht es um Spracheinstellungen von Kindern in zwei ersten Grundschulklassen an der deutsch-französischen Grenze. Diese Klassen werden zweisprachig unterrichtet – fast die Hälfte des Unterrichts findet auf Französisch statt. Die Interviewstudie untersucht die Spracheinstellungen sowie deren Entwicklung bei den Schülerinnen und Schülern und fokussiert dabei auf Einstellungen gegenüber der Sprache, dem Land, den Bewohnern und der Kultur. Auch die Spracheinstellungen von Lehrkräften werden untersucht. Das Werk zeigt, welche Faktoren das Erlernen der Nachbarsprache in einer Grenzregion zu etwas Besonderem machen. Die Autorin erläutert ausserdem die theoretische Verankerung des frühen Fremdsprachenlernens, der Spracheinstellungsforschung, des Fremdsprachenlernens in Grenzregionen und der qualitativen Forschung im Bereich der Sprachwissenschaft.

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Einstellungen von Grundschülerinnen und Grundschülern zum Französischen – Präsentation, Analyse und Interpretation der erhobenen Interviewdaten aus der ersten Interviewserie 179

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Schließlich geht es um sie und darum, daß sie an- gesichts der Normalität des Fremden nicht er- schrecken, sondern neugierig bleiben, verstehen wollen und zu kontakterhaltendem Dialog fähig werden (Legutke 2000: 41). Einstellungen von Grundschülerinnen und Grundschülern zum Französischen – Präsentation, Analyse und Interpretation der erhobenen Interviewdaten aus der ersten Interviewserie In diesem Kapitel präsentiere ich die erste Interviewserie mit den Schülerinnen und Schülern. Hierzu arbeite ich mit Auszü- gen aus den Schülerinnen- und Schülerinterviews, um meine Analysen zu stützen und zu begründen. Jede Interviewsequenz wird von einer Beschreibung, einer Analyse und einer Interpreta- tion des Ausschnittes begleitet. Bei der Auswertung der Inter- views gehe ich thematisch vor. Somit wird nicht jedes einzelne Interview besprochen, analysiert und interpretiert, sondern aus- gewählte Stichproben der erhobenen Phänomene (vgl. Merkens 2009: 290-296 und Kapitel 5 dieser Arbeit) vorgestellt. Die Unter- suchung soll keine Reihung von Aussagen einzelner Personen darstellen, sondern einen möglichst repräsentativen Querschnitt zu unterschiedlichen kategorisierten Thematiken zeigen, um daraus ein weitestgehend repräsentatives Gesamtbild der Unter- suchungsgruppe vorstellen zu können. Die von mir herausgear- beiteten Kategorien erschließen sich zum großen Teil aus den konkreten Fragen des Interviewleitfadens. Mein Vorgehen wird jedoch nicht alle Fragen des Leitfadens abarbeiten. In einigen 180 Fällen werden Aussagen der Schülerinnen und Schüler mit In- formationen aus dem jeweiligen Elternfragebogen verglichen, um eine möglichst optimale Kohärenz der Daten zu gewährleis-...

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