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Spracheinstellungen von Grundschülerinnen und Grundschülern in einer Grenzregion

Qualitative Untersuchung in zwei paritätisch unterrichteten ersten Klassen mit Zielsprache Französisch

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Julia Putsche

In vorliegendem Buch geht es um Spracheinstellungen von Kindern in zwei ersten Grundschulklassen an der deutsch-französischen Grenze. Diese Klassen werden zweisprachig unterrichtet – fast die Hälfte des Unterrichts findet auf Französisch statt. Die Interviewstudie untersucht die Spracheinstellungen sowie deren Entwicklung bei den Schülerinnen und Schülern und fokussiert dabei auf Einstellungen gegenüber der Sprache, dem Land, den Bewohnern und der Kultur. Auch die Spracheinstellungen von Lehrkräften werden untersucht. Das Werk zeigt, welche Faktoren das Erlernen der Nachbarsprache in einer Grenzregion zu etwas Besonderem machen. Die Autorin erläutert ausserdem die theoretische Verankerung des frühen Fremdsprachenlernens, der Spracheinstellungsforschung, des Fremdsprachenlernens in Grenzregionen und der qualitativen Forschung im Bereich der Sprachwissenschaft.

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Resultate und Untersuchungsperspektiven 319

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Als wesentlich hingegen erscheint mir, eine offene Haltung gegenüber der Vorläufigkeit der eigenen Erkenntnisse und der Möglichkeit weiterer Entde- ckungen zu bewahren und bereit zu sein, Unsi- cherheiten auszuhalten, wenn man sich für das interessiert, was Kinder bewegt (Kuhn 2007: 519). Resultate und Untersuchungsperspektiven 1. Klassifikation der Resultate In den Kapiteln 7, 8 und 9 habe ich die Einstellungen der Schü- lerinnen und Schüler sowie die Lehrerinneneinstellungen be- sprochen. Nach dieser Analyse und Interpretation der ausge- wählten Beispiele werde ich in Kapitel 10 die erhobenen Einstel- lungen der Schülerinnen und Schüler in zusammengefasster Form darstellen und auf die Hauptforschungsfragen zurück- kommen. Der zweite Teil des Kapitels befasst sich mit For- schungsperspektiven, die über die Resultate der vorliegenden Arbeit hinausgehen. 1.1 Erste Interviewserie Aus den Daten der ersten Interviewserie konnten acht unter- schiedliche Komponenten herausgearbeitet werden. Ich stelle diese hier nochmals dar und verweise auf ihre unterschiedlichen Ausprägungen. Die vorgestellten Ergebnisse beziehen sich so- wohl auf die Spracheinstellungen der Schülerinnen und Schüler als auch auf die Elemente der Grenzkompetenz. 320 Ich unterteile die Ergebnisse wie folgt: 1) Einstellungen bezüglich der eigenen Mehrsprachigkeit 2) Einstellungen zur französischen Sprache 3) Einstellungen zum Französischlernen (Motivation) 4) Einfluss der sozialen Gruppe auf die Einstellungen der Kinder 5) Einfluss der Lehrpersonen auf die Einstellungen der Kin- der 6) Einstellungen zu Frankreich 7) Einstellungen zu Franzosen 8) Grenzkompetenz. 1) Die interviewten Kinder, welche mehrsprachig aufwachsen, reagieren unterschiedlich auf Fragen zu ihrer...

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