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„Wir sind keine kleinen Dalai Lamas“

Lebenswelten von Tibeterinnen und Tibetern der zweiten Generation in Indien und der Schweiz

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Tina Lauer

Das Heimatland ihrer Eltern und Grosseltern kennen in der Diaspora geborene Tibeterinnen und Tibeter meist nur aus Erzählungen. In den letzten Jahrzehnten wurde dem Leid der tibetischen Flüchtlinge sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt und in Bildbänden, Filmen, Studien und Romanen dokumentiert. Die Nachkommen der Flüchtlinge fanden bisher aber nur wenig Beachtung. Doch gerade weil sie die Erfahrungen und Erlebnisse ihrer Eltern und Grosseltern nicht teilen, ihre Sozialisation in einem anderen Land erfahren haben und sich dennoch stark mit dem Schicksal Tibets verbunden fühlen, drängen sich kulturwissenschaftliche Fragen auf – vor allem die nach ihrer Verbindung zur tibetischen Herkunft. Die vorliegende Studie befasst sich erstmals ausführlich mit Biografien von Tibeterinnen und Tibetern der zweiten Generation in Indien und in der Schweiz. Zentrale kulturelle Aspekte wie der Bezug zum Buddhismus, zur tibetischen Sprache oder zu Rezeptionen tibetischer Identität werden mit zahlreichen Zitaten, Bildern und Forschungsanekdoten eindrucksvoll dargestellt. Daneben finden auch die Sozialisation, politisches und soziales Engagement sowie Träume und Ziele dieser Generation Beachtung.

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Inhaltsverzeichnis 7

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Inhaltsverzeichnis Vorwort und Danksagung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13 I. Teil: Forschungskontext, Forschungsstand, Methode und theoretische Kontextualisierung 1. Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19 1.1 „Medienwirksame Proteste der jungen Exiltibeter“ . . . . . . . 19 1.2 Die tibetische Diaspora in Indien und in der Schweiz . . . . 23 1.2.1 Flucht aus Tibet . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23 1.2.2 Der Diaspora-Begriff . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26 1.2.3 Tibeter in Indien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28 1.2.4 Tibeter in der Schweiz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33 1.3 Arbeitsdefinition der zweiten Generation . . . . . . . . . . . . . . 40 2. Forschungsstand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45 3. „Zwischen den Kulturen“? – Von Identitäten, Kollektiven und Identifikationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65 3.1 Der Identitätsbegriff . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67 3.2 Kollektive Identität . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75 3.3 Ethnizität . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 82 3.4 Eine Alternative zu Identität und Ethnizität . . . . . . . . . . . . 85 4. Methode . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 91 4.1 Methodische Vorüberlegungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 91 4.2 Auswahl der Interviewpartner . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 94 4.3 Organisation und Durchführung der Interviews . . . . . . . . . 97 4.4 Die Narrativ-biografischen Interviews mit der Untersuchungsgruppe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 100 4.5 Forschungsethik und Reflexion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 102 84.6 Teilnehmende Beobachtung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 106 4.7 Experteninterviews . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 107 4.8 Auswertung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 111 4.8.1 Kodierung und Kategorisierung . . . . . . . . . . . . . . . . 112 4.8.2 Biografische Fallrekonstruktion . . . . . . . . . . . . . . . . 112 II. Teil: Präsentation der Forschungsergebnisse 5. Das „Bildungsmantra“ des Dalai Lamas – Sozialisation von Tibetern der zweiten Generation . . . . . . . . . . . . 119 5.1 Sozialisation in der Schweiz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 123 5.1.1 Nachkommen der Pestalozzi-Kinderdorf Tibeter . . . 124 5.1.2 Von Pflegekindern und deren Nachkommen . . . . . . 131 5.1.3 Sozialisation in der tibetischen Familie . . . . . . . . . . . 155 5.1.4 Tibetische Schulen in der Schweiz und Tibeter in Schweizer Schulen . . . . . . . . . . . . . . . 162 5.2 „Tibetisierung“ und „Kulturbewahrung“ – Sozialisation von Tibetern der zweiten Generation in Indien . . . . . . . . . 171 5.2.1 Die Central Schools for Tibetans (CST) . . . . . . . . . . 175 5.2.2 Die Tibetan Children’s Villages (TCV) . . . . . . . . . . . 180 5.2.3 Die Tibetan Homes Foundation (THF) . . . . . . . . . . 190 5.2.4 Novizen, Mönche und Klosterschulen . . . . . . . . . . . 204...

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