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Medienkultur und Medienlinguistik

Komparative Textsortengeschichte(n) der amerikanischen «CBS Evening News» und der Schweizer «Tagesschau»

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Martin Luginbühl

Die Studie analysiert Fernsehnachrichten erstmals in größerem Umfang sowohl diachron wie auch sprach- und kulturvergleichend und führt dabei verschiedene Ansätze der Medienlinguistik, der kontrastiven Textologie, der Textlinguistik, der Stilistik, der linguistischen Kulturanalyse sowie der Neueren Sprachgeschichte zusammen. Mit dem Konzept der «Textsortenprofile» entwickelt sie zugleich eine innovative Methodologie für die Analyse von Textsorten. Im Zentrum der Untersuchung steht die Frage nach der Kulturalität von einzelnen Textsorten und ganzen Sendungsformaten und damit die Frage nach kulturellen Unterschieden in der massenmedialen Weltdarstellung. Exemplarisch bearbeitet werden diese Fragen anhand der amerikanischen «CBS Evening News» und der Schweizer «Tagesschau» von deren Anfängen in den 1940er bzw. 1950er Jahren bis zum Anfang des 21. Jahrhunderts.
Als inhaltliche Ergebnisse liefert die Studie eine fernsehnachrichtenspezifische Textsortenklassifikation, eine umfassende Geschichte der Sendungsformate und eine detaillierte diachrone Analyse wichtiger Fernsehnachrichten-Textsorten.

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0. Zur inhaltlichen, theoretischen und methodischen Relevanz eines Vergleiches der „CBS Evening News“ mit der Schweizer „Tagesschau“

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0. Zur inhaltlichen, theoretischen und methodischen Relevanz eines Vergleiches der „CBS Evening News“ mit der Schweizer „Tagesschau“ 0.1 Fragestellung und Aufbau der Arbeit Fernsehnachrichten gehören seit den 1960er Jahren in allen Industriegesellschaften zu den wichtigsten Informationsquellen. Zudem gelten gerade die Hauptausgaben von Fernseh nachrichten sendungen – und um solche geht es in dieser Untersuchung – gleichzeitig als zentrales Aushängeschild, als eine Art Flaggschiff der jeweiligen Fernsehstation. Nun entspricht es einer alltäglichen Erfahrung, dass Text sor ten von Fernsehnach- richten international verbreitet sind, gleichzeitig aber auch kulturell geprägt sind. Wer sich Fernsehnachrichten aus einem anderen Land oder einem anderen Sprach- raum ansieht, erkennt in aller Regel sofort, dass es sich um Fernsehnachrichten handelt. Gleichzeitig wird man aber auch unabhängig vom jeweiligen Thema unter- schiedliche ‚Macharten‘ bzw. unterschiedliche stilistische Ausgestaltungen dieser ‚fremden‘ Sendungen erkennen. In diesem Buch geht es um derartige Unterschiede, es geht um unterschiedli- che Darstellungen der außermedialen Wirklichkeit in zwei verschiedenen Fern- sehnachrichtensendungen – und um die Frage, welche Konsequenzen diese unter- schiedlichen Darstellungen für die Bedeutung, für den in den Texten angezeigten „stilistischen Sinn“ (Sandig 2006: 16) der Beiträge haben. Dabei geht es nur am Rande um die Frage, über welche Themen berichtet wird  – ob über Erdbeben, Kriege oder neue Hunderassen –, es geht vielmehr um die Frage, inwiefern sich die Formen der Berichterstattung unterscheiden und welches in den vergliche- nen Sendungen die gängigen Muster der Nachrichtenpräsentation und die übli- chen Praktiken der Berichterstattung sind. Zudem wird untersucht, wie sich diese...

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