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Gemeinsamkeit schaffen in der Interaktion

Diskursmarker und Lautelemente in zürichdeutschen Erzählsequenzen

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Fabienne Tissot

Welche Funktionen haben «kleine Wörter» wie Diskursmarker und Lautelemente in der Interaktion? Wo und zu welchem Zweck verwenden sie junge Frauen in Gesprächen untereinander? Die empirische Studie untersucht an einem Korpus von Alltagsgesprächen Deutschschweizer Gymnasiastinnen diese genuin mündlichen Phänomene. Als minim referentielle Objekte befinden sie sich an gesprächsorganisatorisch unklaren Stellen und bewegen sich in Bezug auf ihren Status zwischen Laut, Floskel und grammatikalisiertem Element. Die detaillierte mikroanalytische Untersuchung zeigt, wie damit in Kombination mit interaktionalen und diskursiven Verfahren verstärkt und gezielt Gemeinsamkeit in der Interaktion geschaffen werden kann.
Theoretisch in der Soziolinguistik, methodisch in der Konversationsanalyse und der Interaktionalen Linguistik angesiedelt, findet die Arbeit Anschluss an interaktionale Forschungsrichtungen sowie an die internationale Jugendsprachforschung und zeigt neue Wege für dialektologische Fragestellungen auf.

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Teil IV: Fazit

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325 Teil IV Fazit 11. Ergebnisse und Diskussion In diesem Schlusskapitel sollen als Erstes die Analyseergebnisse zusam­ mengefasst wer den, und zwar vom kleinen (Lautelemente und weisch, Kap. 11.1.1) zum grösseren Ko n text (Analyse der Erzählaktivitäten, Kap. 11.1.2), um dann die Frage nach der Her stel lung von Gemeinsamkeit in der In­ teraktion zu thematisieren (11.2). Mit der Dis kus sion der Repräsentativität der Ergebnisse und ihrer Relevanz für weitere Forschungs felder soll diese Arbeit abgeschlossen werden. 11.1 Zusammenfassung der Analyseergebnisse Folgende Fragen waren – wie in der Einleitung dargestellt – analyseleitend: Wie lassen sich die kleinen Elemente, die oft keiner be stimmten Wort- art zuzuordnen sind, in der Interaktion beschreiben und konzeptionali­ sieren? Wie und warum werden sie in den Ge sprächen ver wendet, und handelt es sich bei diesem Gebrauch um einen be son deren Sprech- bzw. Inter aktionstil? Wo im Gespräch werden diese Ele mente oder die ser Stil besonders oft benutzt und wozu? Zur Beantwortung wurden Lautelemente sowie der Diskursmarker weisch formal wie auch funkt ional in ihrem globalen (sequenzbezogenen) sowie lokalen (äusserungs be zo ge nen) Kontext analysiert. Die Analyseergebnisse lassen sich wie folgt zusam men fassen: 328 11.1.1 Der Diskursmarker weisch Weisch fordert in jeder syntaktischen Position Auf merk sam keit ein. Ge- mein sam ist allen Fällen, dass auf den Diskursmarker weisch keine Re- aktion erwartet wird. Dies hängt damit zusammen, dass weisch zwar eine turngliedern de Funk ti on einnimmt, aber keine übergaberelevanten...

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