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Der imaginierte Ort, der (un)bekannte Ort

Zur Darstellung des Raumes in der Literatur

Series:

Anna Gajdis and Monika Manczyk-Krygiel

Die Monographie bietet einen Überblick über verschiedene Raumkonzepte der modernen Literaturforschung. Es werden Orte und Unorte, historische und gegenwärtige Regionen, mentale Räume der Kultur und Bildung, der Natur und Landschaften, die sich mit den Phänomenen der Exil- und Heimaterfahrung, Grenz- und Schwellenräume, Globalisierung, Migration und des Geschlechts auseinandersetzen, präsentiert. Die moderne Raumforschung ermöglicht auch, sowohl die Identitätskonstruktionen als auch die Zusammenhänge zwischen dem literarischen Subjekt und der anvisierten Raumkonstruktion zu erkunden. Der Band ist in drei Teile gegliedert, in denen unterschiedliche Räume von der Barockzeit bis zur Postmoderne in ihren geographischen, politischen, sozialen, kulturellen und virtuellen Varianten vom literarischen Individuum wahrgenommen werden.
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Doing home. Lenka Reinerovás performative Heimatentwürfe

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(Universität des Baskenlandes Vitoria-Gasteiz)

Doing home.Lenka Reinerovás performative Heimatentwürfe

Abstract: Im vorliegenden Beitrag wird eine Analyse der Heimatbilder im Werk der Prager Schriftstellerin Lenka Reinerová durchgeführt. Ausgangspunkt ist dafür ein Heimatkonzept, das sich im Zeichen des spatial turn und gegen die Tradition als offen, hybride, mehrschichtig, performativ und zukunftsgerichtet erweist. Mit ihm in Interaktion stehen weitere Diskurse wie Gender und ethische und emotionale Parameter.

Keywords: Heimat, Reinerova, Prag, Spatial Turn, Gender, performativ, prospektiv, ethisch, Emotion, doing home.

Heimat als Chance

Im Zeichen des spatial turn und in Anlehnung an dessen Raumkonzept erlebte die Heimatkategorie eine Dynamisierung, die sie von essentialistischen Vorstellungen befreite und welche den Konstruktcharakter von Heimat betont. Als Raumvariante, die traditionell als Garant für Stabilität fungierte, ist sie selbst, wie es etwa Eichmanns und Francke formulieren, auch in Bewegung geraten.1 Paradigmatisch ist hierzu die Definition David Morleys: „Home may not be so much a singular physical entity fixed in a particular place, but rather a mobile, symbolic habitat, a performative way of life and of doing things in which one makes one’s home while in movement“.2

Für den vorliegenden Beitrag wird eine Arbeitsdefinition des Heimatbegriffes auf der Grundlage der Thesen dargelegt, die wir kürzlich anderweitig vorgeschlagen haben, hier aber ergänzen und darauf aufbauen möchten.3 In dieser Studie ging es um den Verlust von Heimat, jedoch nicht aus einer...

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