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Der imaginierte Ort, der (un)bekannte Ort

Zur Darstellung des Raumes in der Literatur

Series:

Anna Gajdis and Monika Manczyk-Krygiel

Die Monographie bietet einen Überblick über verschiedene Raumkonzepte der modernen Literaturforschung. Es werden Orte und Unorte, historische und gegenwärtige Regionen, mentale Räume der Kultur und Bildung, der Natur und Landschaften, die sich mit den Phänomenen der Exil- und Heimaterfahrung, Grenz- und Schwellenräume, Globalisierung, Migration und des Geschlechts auseinandersetzen, präsentiert. Die moderne Raumforschung ermöglicht auch, sowohl die Identitätskonstruktionen als auch die Zusammenhänge zwischen dem literarischen Subjekt und der anvisierten Raumkonstruktion zu erkunden. Der Band ist in drei Teile gegliedert, in denen unterschiedliche Räume von der Barockzeit bis zur Postmoderne in ihren geographischen, politischen, sozialen, kulturellen und virtuellen Varianten vom literarischen Individuum wahrgenommen werden.
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Zum subjektiven und dynamischen Charakter der Raumerfahrung und -deskription in Irma Krauß’ Herzhämmern (2007)

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Abstract: Das Konzept von Irma Krauß’ Hauptfigur Martina Schlüter wird in enger Bezogenheit auf den Raum entwickelt. In Herzhämmern tritt die Fokussierung auf die Naturbesonderheiten und -erlebnisse als ein leitendes Thema und eine Strategie hervor: In dem Roman geht es um einen schulischen Wochenendausflug, der „ins Grüne“ führt und nicht nur als Ausgangspunkt, sondern auch als eine dominante Organisationsstruktur der Handlung gilt. Es wird deutlich, dass der Umgang der Protagonistin mit der Natur im Spiegel ihrer Erfahrungen und Gefühle anzugehen, überdies an ihre psychischen und sozialen Merkmale gekoppelt ist.

Im Zentrum der Analyse steht aus diesem Grunde die Raumerfahrung und -empfindung der Hauptfigur sowie ihr dynamischer Charakter. Letzterer veranlasst dazu, die Raum- und Naturbeschreibung in Herzhämmern als ein Abbild der persönlichen Entwicklung der Hauptfigur wie auch ihrer sozialen Interaktionen und Kompetenzen zu ermitteln. Dies umso mehr, als dass im Kontext der Naturtopographie Grenzen und Grenzüberschreitungen markiert werden, die unübersehbar nahe an Grenzüberschreitungen im Autonomiegang der Protagonistin liegen.

Keywords: Persönliche Entwicklung, Autonomiezuwachs, weibliche Reifung, soziale Positionierung, Angstüberwindung; Raumerfahrung und -empfindung, Naturbeschreibung, Grenzüberschreitung(en)

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