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Hybridisierung und Ausdifferenzierung

Kontrastive Perspektiven linguistischer Medienanalyse

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Edited By Stefan Hauser and Martin Luginbühl

Hybridisierung und Ausdifferenzierung sind zwei Prozesstypen, die für die massenmediale Textsortengeschichte von grundlegender Bedeutung sind: So werden für ein Medium neue Textmuster nicht von Grund auf neu entwickelt, sondern es werden oftmals Merkmale bereits existierender Textsorten übernommen, adaptiert und transformiert. In der Folge entstehen neue Textsorten, die entweder bestehende Textsorten ablösen und somit etablierte Kommunikationspraktiken ersetzen oder es kommt zu einer Ergänzung des bisherigen Textsortenrepertoires. In beiden Fällen ist es notwendig, die Aufmerksamkeit nicht nur auf einzelne, d.h. isoliert betrachtete Textsorten, sondern auch auf ganze Systeme von Textsorten zu richten; erst so werden die Auswirkungen von Hybridisierung und Ausdifferenzierung auf den «kommunikativen Haushalt» erkennbar.
Dieser Band vereinigt medienlinguistische Beiträge zu Fragen der Textsorten-Hybridisierung und Ausdifferenzierung im Bereich von Online-Medien (Online-Zeitungen und -Zeitschriften, Webforen, Facebook-Profilen, User-Kommentaren, Infografiken) und traditionellen Medien (Zeitungen, Zeitschriften, Fernsehen und Radio). Viele der Beiträge gehen auch medienvergleichend vor.
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Bewegung auf der Titelseite – Ausdifferenzierung und Hybridisierung durch Sprache-Bild-Texte ..

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Bewegung auf der Titelseite – Ausdifferenzierung und Hybridisierung durch Sprache-Bild-Texte

HARTMUT STÖCKL

Der vorliegende Beitrag ist eine textlinguistische Stilstudie von 87 Titelseiten der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Er zeigt, wie neuartige Sprache-Bild-Texte zu einer Ausdifferenzierung der Titelseite und des Mediums Zeitung insgesamt führen, indem sie Textsortenrepertoires erweitern und die Bezüge in Textsortennetzen organisieren. Nach einem Blick auf die mediengeschichtlichen Vorläufer der neuen Textsorte werden ihre persuasiven Teaserqualitäten und ihre evaluativen Kommentarqualitäten sowie Textstrukturen und Bildverwendung untersucht. Im Ergebnis zeigen sich hybride Typen von Aufmachertexten, die Funktionalitäten potenzierend kombinieren und Eigenschaften konkurrierender Medien (Zeitschrift, Neue Medien) adaptierend emulieren.

1. Untersuchungsgegenstand und theoretischer Rahmen

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