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Hybridisierung und Ausdifferenzierung

Kontrastive Perspektiven linguistischer Medienanalyse

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Edited By Stefan Hauser and Martin Luginbühl

Hybridisierung und Ausdifferenzierung sind zwei Prozesstypen, die für die massenmediale Textsortengeschichte von grundlegender Bedeutung sind: So werden für ein Medium neue Textmuster nicht von Grund auf neu entwickelt, sondern es werden oftmals Merkmale bereits existierender Textsorten übernommen, adaptiert und transformiert. In der Folge entstehen neue Textsorten, die entweder bestehende Textsorten ablösen und somit etablierte Kommunikationspraktiken ersetzen oder es kommt zu einer Ergänzung des bisherigen Textsortenrepertoires. In beiden Fällen ist es notwendig, die Aufmerksamkeit nicht nur auf einzelne, d.h. isoliert betrachtete Textsorten, sondern auch auf ganze Systeme von Textsorten zu richten; erst so werden die Auswirkungen von Hybridisierung und Ausdifferenzierung auf den «kommunikativen Haushalt» erkennbar.
Dieser Band vereinigt medienlinguistische Beiträge zu Fragen der Textsorten-Hybridisierung und Ausdifferenzierung im Bereich von Online-Medien (Online-Zeitungen und -Zeitschriften, Webforen, Facebook-Profilen, User-Kommentaren, Infografiken) und traditionellen Medien (Zeitungen, Zeitschriften, Fernsehen und Radio). Viele der Beiträge gehen auch medienvergleichend vor.
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Print – Online – App – Mobil: Die Ausdifferenzierung des Zeitungsberichts am Beispiel der Salzburger Nachrichten

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ANJA SCHWARZL

Dieser Beitrag untersucht die Frage, ob es sich bei den heute üblichen verschiedenen Publikationsformen eines Zeitungsberichts (gedruckt, online, als App am tablet pc, und Mobilausgabe am Smartphone) um dieselben Texte handelt, oder ob von Ausdifferenzierung gesprochen werden kann – und wie weit diese Differenzierung gegebenenfalls geht. Als Korpus dient die Berichterstattung der Salzburger Nachrichten über das Finale der Fußball-EM im Juli 2012 in den Medien Druck, Online (Internet), App (Tablet PC) und Mobil (Smartphone). Als Grundlage der Untersuchung dient die Überprüfung, ob die vorliegende intermediale Berichterstattung den Konzepten der Transmedialität oder des Medienwechsels entspricht.

1. Einführung

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