Show Less
Restricted access

Geschichte(n) fiktional und faktual

Literarische und diskursive Erinnerungen im 20. und 21. Jahrhundert

Series:

Barbara Beßlich and Ekkehard Felder

Die Beiträge des Bandes gehen auf eine Tagung in Budapest zurück, die im September 2014 stattgefunden hat. Gemeinsames, erkenntnisleitendes Thema ist die Frage nach «Sprachlichen Konstruktionen von Geschichte zwischen Faktualität und Fiktionalität» mit besonderem Blick auf Umbruchs- und Krisenzeiten. Die literaturwissenschaftlichen Beiträge analysieren und interpretieren Texte vom frühen 20. Jahrhundert bis zum 21. Jahrhundert, in denen künstlerische, politische, ideologische und gesellschaftliche Krisenzeiten thematisiert werden.
In den linguistischen Beiträgen geht es um gemeinsame Geschichte und ihre Konstruktion im Spiegel von Diskursen. Korpuslinguistische und diskursanalytische Ansätze stehen im Vordergrund. Von besonderer Bedeutung ist in zahlreichen Beiträgen das sogenannte Budapester Korpus. Dabei handelt es sich um ein deutsch-ungarisches thematisches Textkorpus, das im Rahmen einer vom DAAD-geförderten Partnerschaft zwischen Budapest und Heidelberg entstand. Es zeigt die verschiedenen Perspektiven, die in beiden Länder zueinander und zu ihrer gemeinsamen Geschichte sprachlich konstruiert werden. An diesem Korpus werden diskursanalytische und grammatische Fragestellungen im Sprachvergleich untersucht.
Show Summary Details
Restricted access

Aspekte der Metakommunikation bei den kommunikativen Routineformeln

Extract

← 376 | 377 →KRISZTINA MUJZER-VARGA

Aspekte der Metakommunikation bei den kommunikativen Routineformeln

Abstract: Beim Spracherwerb sowie dem Gebrauch einer Sprache spielt neben der Kreativität auch die Routine eine bedeutende Rolle. Diese Routine macht sich beim Sprechen durch den Gebrauch solcher Mehrwortverbindungen bemerkbar, die im mentalen Lexikon als Einheit gespeichert sind und als solche hervorgerufen werden können. Die sog. Routineformeln werden in der Phraseologie in erster Linie als eine Untergruppe erforscht, in der einschlägigen Fachliteratur haben sich allerdings mehrere Termini durchgesetzt und verbreitet. In meiner Arbeit untersuche ich die pragmatischen Funktionen dieser formelhaften Ausdrücke, die ich in Anlehnung an Hyvärinen (2011) ← 377 | 378 →kommunikative Routineformeln nenne. Da diese traditionell vor allem in der gesprochenen Sprache vorkommen, ist es höchst interessant, dass sie sich immer mehr auch in der Schriftsprache, besonders in journalistischen Textsorten, verbreitet haben. Mithilfe des Deutschen Referenzkorpus des Instituts für Deutsche Sprache, Mannheim können die pragmafunktionellen Leistungen dieser Routineformeln quantitativ, aber auch qualitativ erforscht werden. Dabei stellt sich vor allem die Frage, von wem sie in welcher Situation und zu welchem Zweck eingesetzt werden. Im vorliegenden Beitrag soll die Frage der Metakommunikation in den Mittelpunkt gestellt werden.

Keywords: Routineformel, gesprächsspezifische Formel, kommunikativ-funktionaler Beschreibungsansatz, Metakommunikation

Einführung

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.