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Sprachbasierte Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen

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Edited By Franc Wagner and Ulla Kleinberger

Wie unterscheidet sich die Nutzung neuer Medien bei Kindern und Jugendlichen von derjenigen bei Erwachsenen?
Im vorliegenden Band wird diese Frage aus zwei unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Im ersten Teil steht die theoretische Beschreibung der Kompetenzen im Zentrum, über welche Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene verfügen sollten, wenn sie erfolgreich an der medialen Kommunikation teilhaben wollen. Im zweiten Teil finden sich Kompetenz-Analysen zu Texten aus unterschiedlichen Kommunikationsformen der neuen Medien. Die empirischen Analysen umfassen das Schreiben aller Altersstufen junger NutzerInnen: Texte von Vorschul- und Grundschulkindern, von Studierenden unterschiedlicher Semester, aber auch Texte von gemischten Altersgruppen. Die Beiträge des Bandes erfassen ein breites Spektrum der aktuellen medialen Kommunikation. Sie eröffnen einen breit gefächerten Einblick in die Thematik und geben fundierte Antworten auf die gestellte Frage.
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Medienbildung in der Schule: Jochen Hettinger

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JOCHEN HETTINGER

Aufgabe der Schule ist es, Bildung zu vermitteln. Dazu gehört auch die Medienbildung. Auf der Grundlage einer Klärung der grundlegenden Begriffe ‚Medien‘, ‚Medien‘ und ‚Medienbildung‘ und einer Bestimmung des Verhältnisses von Medienkompetenz und Medienbildung werden drei grundlegende Konzeptionen zur Förderung der Medienbildung in der Schule ausführlicher vorgestellt. Den Abschluss bilden weiterführende Überlegungen zur Medienbildung in der Schule.

Sprache ist insbesondere in den neuen, digitalen Medien allgegenwärtig. Das Internet ist – trotz multimedialer Inhalte – überwiegend ein Lese- und Schreibmedium. Das verändert die Art und Weise, wie sprachlich kommuniziert wird. Die Kulturtechniken „Lesen“ und „Schreiben“ sind heute anders zu lehren und zu lernen als noch vor wenigen Jahren und Jahrzehnten. Texte sind vielgestaltiger geworden, authentischer (wenn man sie mit dem Schulbuch vergleicht), reicher (im Sinne von „multimedial“), komplexer (durch Verweise, „Hyperlinks“) und spezifischer (vom persönlichen „Profil“ in Facebook bis hin zu den für das Internet verfassten Texten z. B. der Massenmedien).

Um an dieser Welt der medienvermittelten Kommunikation teilhaben zu können, müssen die Kinder und Jugendlichen sprachbasierte Medienkompetenz erwerben. Das allein reicht aber angesichts der grundlegenden kulturellen und gesellschaftlichen Veränderungen, die durch die Medien bewirkt werden, nicht aus. Es geht nicht nur darum, medienkompetent zu sein – die Medien müssen darüber hinaus ← 117 | 118 → auch als „Raum“, als struktureller Rahmen und Kontext für die Bildung verstanden werden, in dem sich die Subjekte der Bildung und ihre Gegenstände (Inhalte) in...

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