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The Language of Popularization- Die Sprache der Popularisierung

Theoretical and Descriptive Models- Theoretische und deskriptive Modelle

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Edited By Giancarmine Bongo and Giuditta Caliendo

In today’s knowledge-based society, exploring the dynamics of communicating specialised contents to the lay public is an undoubtedly topical issue. However, popularization still remains a rather unexplored territory and recent contributions to the field seem to lack a consistent methodological orientation, with hesitations in terms of shared and codified definitions. The contributions to this volume constitute a step forward in the field of popularization studies. New scenarios have been explored with a view to providing shared theoretical and descriptive models from a linguistic perspective and investigating the way popularization is characterised and instantiated, also taking into account its intercultural dimension. The research methods and tools draw upon the analytical framework of discourse analysis, pragmatics, corpus linguistics and genre analysis.
In der heutigen Wissensgesellschaft sind die Mechanismen des Transfers von Fachwissen an Laien von großer Relevanz. Dennoch bleibt Popularisierung ein linguistisch noch relativ unbestimmtes und unerforschtes Phänomen. Ziel des Bandes ist deshalb, neue Perspektiven zu eröffnen und auf mögliche neue konsistente Modelle (sowohl theoretische als auch methodologische) hinzuweisen. Unterschiedliche Ansätze kommen dabei ins Spiel, u.a. Diskursanalyse, Rhetorik, Pragmatik, Korpuslinguistik und genre analysis.
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Nachwort. Die Sprache der Popularisierung: eine Umkehrung: Giancarmine Bongo

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GIANCARMINE BONGO

Das Verhältnis von Sprache und Popularisierung ist ein Thema, das unter unterschiedlichen Gesichtspunkten, mit unterschiedlichen Zielsetzungen und mithilfe von unterschiedlichen begrifflichen Instrumentarien behandelt werden kann – davon zeugen auch die im vorliegenden Band enthaltenen Beiträge.

Was jedoch normalerweise nicht in Frage gestellt wird, ist die Grundrelation von Sprache und Popularisierung, sozusagen die methodologisch entscheidende Hierarchie, die zwischen den beiden Elementen der Relation besteht. Die Sprache muss soweit wie möglich den funktionalen Anforderungen entsprechen, die ein geplanter Popularisierungsprozess stellt, und auch als Produkt wird sie ausgehend von einer solchen Voraussetzung analysiert. Wie die Sprache „aussehen“ und funktionieren soll, wird also von den Charakteristiken der Popularisierung bedingt: Die Sprache hat einigermaßen der Popularisierung gerecht zu werden, die ihr zu versprachlichende Gegenstände und Sachverhalte zusammen mit bestimmten kommunikativen Vorgaben liefert.

Als Ausblick auf die Entwicklungsperspektiven der Forschung könnte man jedoch auch auf eine mögliche heuristische Umkehrung des Grundverhältnisses von Sprache und Popularisierung hinweisen, die hier erst nur knapp skizziert werden kann.

In den letzten Jahrzehnten ist in sprachwissenschaftlicher Hinsicht die Dimension des Diskurses als eigenartige sprachliche Dimension in den Vordergrund gerückt. Trotz der z.T. auch relevanten theoretischen Unterschiede in der Begriffsbildung zeigt sich dabei eindeutig, dass die Versprachlichung von Gegenständen und Sach ← 289 | 290 → verhalten (bzw. das „Wissen“) auch eine wesentliche geschichtliche Dimension hat, die beim Popularisierungsprozess unumgänglich ist. „Geschichtlich“ ist natürlich hier im wortwörtlichen Sinne zu verstehen: als „geschichtet“, aus...

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