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Narrative des Erasmus-Auslandsaufenthaltes: Freizeit, Liebe, Institution

Linguistische Studien zum sprachlichen Handeln in deutschen und spanischen Interviews

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Vasco da Silva

Die Studie zeigt auf, wie ehemalige Erasmusstudierende ihre Auslandserfahrungen im narrativen Interview sprachlich wiedergeben. Schwerpunkt dieser Erzählungen ist dabei die bisher noch nicht beachtete Frage nach im Ausland eingegangenen Zweierbeziehungen mit Zielkulturangehörigen. Methodisch durch Konversationsanalyse und Funktionale Pragmatik unterstützt, untersucht der Autor das sprachliche Handeln der Interviewten vor dem Hintergrund institutioneller Einflüsse. So wird deutlich, wie sich das Freizeitverhalten von Erasmusstudierenden und der Wunsch nach Kontakten zu Zielkulturangehörigen gegenseitig bedingen. Ausführlich diskutiert der Autor im Hintergrund wirkende Wissensbestände und ihren Einfluss auf die Erzählungen im narrativen Interview.

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3. Beziehungen im Auslandsaufenthalt

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3.    Beziehungen im Auslandsaufenthalt

Nachdem bisher der Auslandsaufenthalt aus unterschiedlichen Perspektiven verschiedener Akteure beleuchtet wurde, ist es nun an der Zeit, die Beziehungen theoretisch einzuordnen. Durch die spezifische Verbindung der Themen Auslandsaufenthalt und Partnerschaft bietet es sich an, primär soziologische bzw. sozialpsychologische Beziehungstheorien mit Aussagen aus den Interviews zu illustrieren32. Dafür beleuchte ich zunächst das Thema ‚Zweierbeziehung‘ allgemein und stelle im Anschluss spezifische Einflussfaktoren des Erasmus-­Auslandsaufenthaltes auf die Partnerschaft dar.

3.1.       Zur Begriffsbestimmung von ‚Beziehungen‘

Lenz; Nestmann (2009: 12) weisen darauf hin, dass die Begriffe „Zweier-bzw. Paarbeziehung“ und „Partnerschaft“ keine Synonyme darstellen:

„Eine Zweier- bzw. Paarbeziehung kann Personen unterschiedlichen oder gleichen Geschlechts umfassen. Als ein weiteres Synonym findet man in aktuellen Publikationen den Begriff der intimen Beziehung. Nicht verwendet werden sollte als Synonym der Begriff der Partnerschaft. Dieser Begriff sollte darauf beschränkt werden, ein kulturelles Leitbild zu bezeichnen, das vom Prinzip der Gleichberechtigung der Beziehungspersonen getragen ist. Eine Vermengung dieses kulturellen Leitbildes mit einer Formkategorie sollte vermieden werden.“

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