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Jenseits

Eine mittelalterliche und mediävistische Imagination. Interdisziplinäre Ansätze zur Analyse des Unerklärlichen

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Edited By Christa A. Tuczay

Der Konferenz-Band ist den Jenseits-Imaginationen des Mittelalters gewidmet. Die Konferenz ging in der Hauptsache der Frage nach, wie einzelne Epochen und Kulturen Vorstellungen vom Leben nach dem Tod manifestieren. Der zeitliche Bogen spannte sich dabei von der Antike bis zur Gegenwart des 21. Jahrhunderts. Je nach Epoche und Kultur waren auch die Theorien und Narrationen in unterschiedlichen Kontexten verortet. Das Mittelalter band u.a. die Narrationen in den Kontext der Frömmigkeitsgeschichte ein, wobei viele mittelalterliche Visionsberichte nicht nur als Affirmationen für ein Jenseits fungierten, sondern auch Reformbewegungen stützten und als Mittel zum Zweck instrumentalisiert wurden. Mittelalterliche Imaginationen und Diskurse zum Jenseits einerseits und neue interdisziplinäre Interpretationsansätze und Methoden der Mediävistik andererseits stehen im Fokus des Sammelbandes.

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Vorwort

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„Sei wie du wilt namenloses Jenseits – bleibt mir nur dieses mein Selbst getreu – Sei wie du willt, wenn ich nur mich selbst mit hinübernehme – Außendinge sind nur der Anstrich des Manns – Ich bin mein Himmel und meine Hölle.“ (Schillers Werke, Nationalausgabe, B. III, S. 110) Dieses Zitat aus Friedrich Schillers Schauspiel Die Räuber war das Leitmotiv der vom 31. Oktober bis 3. November 2013 in Wien stattgefundenen Tagung.

Die Konferenz ging in der Hauptsache der Frage nach, wie einzelne Epochen und Kulturen Vorstellungen vom Leben nach dem Tod manifestieren. Der zeitliche Bogen spannte sich dabei von der Antike bis zur Gegenwart des 21. Jahrhunderts. Je nach Epoche und Kultur waren auch die Theorien und Narrationen in unterschiedlichen Kontexten verortet. Das Mittelalter band u.a. die Narrationen in den Kontext der Frömmigkeitsgeschichte ein, wobei viele mittelalterliche Visionsberichte nicht nur als Affirmationen für ein Jenseits fungierten, sondern auch Reformbewegungen stützten und als Mittel zum Zweck instrumentalisiert wurden. Ziel der Tagung war es zu klären, wie sich Vorstellungen und Funktionalisierungen, aber auch die Art der Darstellungsformen über die Jahrhunderte hinweg veränderten bzw. fortschrieben.

Der vorliegende Band ist den Jenseits-Imaginationen des Mittelalters gewidmet. Eine umfassende detaillierte Einführung in die Thematik hat der Herausgeber der Reihe Mediaevistik, Peter Dinzelbacher, mit seinem ersten Beitrag unternommen. Ausgehend von antiken textuellen Zeugnissen und deren Einfluss auf die mittelalterlichen Schriftsteller, betrachtet er die Vorstellung vom Sein nach dem Tod und ihre unterschiedlichen Funktionen: W...

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