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Der inklusive Blick

Die Literaturdidaktik und ein neues Paradigma

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Edited By Daniela A. Frickel and Andre Kagelmann

Das neue bildungspolitische Paradigma der Inklusion fordert die Literaturdidaktik heraus, ihre Theorien, Inhalte und Methoden einer Revision zu unterziehen. Es gilt, Grundlagen und Konzepte zu entwickeln, die Prozesse inklusiver Realisation fundieren und gestalten. Die Beiträge in diesem Band zielen auf einen interdisziplinären Dialog zwischen der Fachdidaktik Deutsch und der Förderpädagogik sowie zwischen der Literatur- und Sprachdidaktik und loten die Herausforderungen und Möglichkeiten einer ’inklusiv denkenden und agierenden‘ Literatur- bzw. Deutschdidaktik mehrperspektivisch und fächerübergreifend aus.

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Daniela Merklinger und Ulrike Preußer - Schreibdidaktische Konzeptionen für eine Literaturdidaktik im Kontext von Inklusion

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Daniela Merklinger und Ulrike Preußer (Duisburg-Essen)

Schreibdidaktische Konzeptionen für eine Literaturdidaktik im Kontext von Inklusion

Abstract: Texts that children write in response to a picture book that was read to them not only allow to reconstruct their textual competence but also their understanding of the literary dimensions of the text. The latter is what this article focuses on, also showing how literary competences can come to expression when dictation is used as a bridge to written narration – making possible to also include those children that cannot write on their own.

Die schreibdidaktischen Konzeptionen ‚diktierendes Schreiben‘ und ‚Schreiben zu Vorgaben‘ zielen bereits ihrer Anlage nach auf Diversität und Differenzierung, und scheinen uns in diesem Sinne besonders geeignet für inklusive Lernkontexte. Dabei möchten wir grundsätzlich ein weites Verständnis von Inklusion zu Grunde legen, das nicht auf sonderpädagogische Herausforderungen reduziert ist – auch wenn die nachfolgend ausgewerteten Schülertexte in einer Förderschulklasse entstanden sind. Das von uns zugrunde gelegte Verständnis begreift Anderssein als Voraussetzung und Bedingung jeglicher Form gemeinsamen Lernens. Das gilt in Bezug auf kognitive, sprachliche und soziale Fähigkeiten, körperliche und psychische Dispositionen, persönliche Interessen, Leistungsmotivation, Alter, Geschlecht sowie ethnisch-kulturelle, religiöse und familiäre Prägungen genauso wie für die soziale Lage, in der Kinder aufwachsen. Indem Lehrkräfte in ihrem Unterricht Lernangebote machen, die (innere) Differenzierung ermöglichen, können sie alle Kinder im Rahmen ihrer individuellen Lernvoraussetzungen...

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