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Geschichtsdidaktik in der Diskussion

Grundlagen und Perspektiven

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Wolfgang Hasberg and Holger Thünemann

Der Sammelband diskutiert Ausrichtung, zentrale Kategorien sowie Kontroversen der Geschichtsdidaktik. Auch wenn die Begriffe Geschichtsbewusstsein, Geschichtskultur und historisches Erzählen fest im Diskurs verankert sind, stehen sie wieder unter kritischer Inspektion. Mit den Kontroversen über Kompetenzmodelle historischen Denkens und Modellierungen historischen Wissens sowie den Debatten über „guten" Geschichtsunterricht oder das Verhältnis von Sprache und historischem Lernen sind weitere wichtige Diskussionsfelder hinzugekommen. Mit Blick auf diese Kategorien und Kontroversen ziehen die Beiträge des Buchs Bilanz, eröffnen neue Perspektiven und schlagen Brücken zu anderen Teildisziplinen der Geschichtswissenschaft.

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„Sprachsensibler Geschichtsunterricht“. Systematisierende Überlegungen zu einer überfälligen Debatte

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1.   Sprache und Fach? Ein ungeklärtes Verhältnis

Durchgängige und fächerübergreifende Sprachbildung, sprachsensibler Fachunterricht oder integriertes Fach- und Sprachlernen – diese Schlagwörter kursieren derzeit im linguistischen und bildungswissenschaftlichen Diskurs. Die Hinwendung zum Verhältnis von Sprache und Fach steht offenbar auf der Agenda, oder wie es die Herausgeber des interdisziplinär angelegten Sammelbandes „Sprache im Fach“ formulieren: „‚Sprachlichkeit und fachliches Lernen‘ greift ein brennendes bildungs- und forschungspolitisches Thema der Fachdidaktiken auf, das bislang weitgehend vernachlässigt wurde: die Identifizierung und Förderung von sprachlichen Kompetenzen, die für erfolgreiches Lernen in jedem Fach notwendig sind.“1

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