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Geschichtsdidaktik in der Diskussion

Grundlagen und Perspektiven

Series:

Wolfgang Hasberg and Holger Thünemann

Der Sammelband diskutiert Ausrichtung, zentrale Kategorien sowie Kontroversen der Geschichtsdidaktik. Auch wenn die Begriffe Geschichtsbewusstsein, Geschichtskultur und historisches Erzählen fest im Diskurs verankert sind, stehen sie wieder unter kritischer Inspektion. Mit den Kontroversen über Kompetenzmodelle historischen Denkens und Modellierungen historischen Wissens sowie den Debatten über „guten" Geschichtsunterricht oder das Verhältnis von Sprache und historischem Lernen sind weitere wichtige Diskussionsfelder hinzugekommen. Mit Blick auf diese Kategorien und Kontroversen ziehen die Beiträge des Buchs Bilanz, eröffnen neue Perspektiven und schlagen Brücken zu anderen Teildisziplinen der Geschichtswissenschaft.

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Diskussionszusammenfassung zum Vortrag von Eugen Kotte

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In seinem Vortrag zu „Kulturgeschichte und Geschichtsdidaktik“ erör­terte Eugen Kotte das reziproke Verhältnis beider Disziplinen, indem er zunächst die Genese der neuen Kulturgeschichte skizzierte und dann die Geschichtsdidaktik in den aktuellen kulturwissenschaftlichen Diskurs einordnete. Abschließend profilierte Kotte kulturgeschichtliche Perspektiven für die Geschichtsdidaktik und forderte von der Geschichtsdidaktik eine eindeutige Selbstverortung im Spektrum der Kulturwissenschaften. Im Anschluss an Kottes Vortrag entwickelte sich eine rege Diskussion über die unterschiedlichen Turns in den Kulturwissenschaften, das Verhältnis zwischen Schriftlichkeit und anderen medialen Formen der Auseinandersetzung mit Geschichte sowie über Sinn und Nutzen des Einsatzes neuer Medien im Geschichtsunterricht.

Im Auditorium wurde zunächst das Verhältnis zwischen Schriftlichkeit und symbolischen Darstellungsformen diskutiert. In diesem Zusammenhang stellte sich die Frage, ob es sich um ein hierarchisches Verhältnis handle, da Geschichte ein primär sprachliches Produkt sei und Sprache, insbesondere Schriftlichkeit, auch in Schule und Unterricht eine überragende Rolle spiele (schriftliche Klausuren). Visuelles werde im Unterricht lediglich als Zusatz bspw. in Form von Bildern einbezogen, dennoch könnten andere Dimensionen der Erfahrung im Geschichtsunterricht wahrgenommen werden. Der Referent entgegnete, dass wir Sprache als primäres Instrument der Kommunikation über Geschichte verwenden und dass der Anspruch der Kulturwissenschaften nicht darin bestehe, Schriftlichkeit zu verdrängen. Vielmehr gehe es darum, etwas aus der Geschichte zu erfahren, indem nicht-sprachliche Zeugnisse (Quellen, Bilder, Architektur) herangezogen würden, und zugleich in anderen Formen als in schriftlichen über Geschichte zu kommunizieren. Es gebe dazu Ansätze in der Methodik, die...

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