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Lexikon der Science Fiction-Literatur seit 1900

Mit einem Blick auf Osteuropa

Christoph F. Lorenz

Das Lexikon enthält Informationen über Biographie, Werkanalyse und bibliographische Angaben wichtiger Autoren der deutschsprachigen «Fantasy» und Science Fiction im 20. und 21. Jahrhundert. Überblicksartikel befassen sich darüber hinaus mit Fragen des Genres, deutscher Literatur vor und nach 1945, skandinavischen Werken seit 1900, osteuropäischen Werken und angloamerikanischer Fiktion.

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Amery, Carl (Christoph F. Lorenz)

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Christoph F. Lorenz

Amery, Carl

Biographie

Carl Amery ist das Pseudonym für Christian Anton Mayer, geboren am 09. April 1922 in München. Die Kindheitsjahre verbrachte er überwiegend in Passau und Freising. In Passau besuchte er das Humanistische Gymnasium und in Freising das Dom-Gymnasium. Er entzog sich der Mitgliedschaft in der Hitlerjugend und war bis 1943 mit Teilen der nun verbotenen katholischen Jugendverbände in Kontakt. Er geriet in amerikanische Kriegsgefangenschaft, aus der er 1946 zurückkehrte. 1948 war er für ein Jahr Stipendiat an der Catholic University of America, Washington/DC, wo er Literaturgeschichte und -kritik studierte. Seit 1950 lebte er als freier Schriftsteller in München, wo er auch als Dramaturg und Redakteur tätig war und wurde Mitglied der „Gruppe 47“ sowie des bundesdeutschen PEN-Zentrums. Von 1974–1977 engagierte Amery sich als Funktionsträger im „Verband deutscher Schriftsteller“. Nachdem er erst unter dem amerikanisierten Namen „Chris Mayer“ auftrat, wählte er bald das Pseudonym Carl Amery (Amery = Anagramm von Mayer). Amery betätigte sich auch politisch und als Vertreter der politischen Ökologie. Erst Mitglied der SPD, trat er 1974 aus und war seit 1979 bei den neugegründeten „Grünen“ tätig. 1980 gründete er die E.-F. Schumacher-Gesellschaft für politische Ökologie, deren Vorsitzender er bis 1995 war. Von 1967–1971 betätigte er sich als Direktor der Städtischen Bibliotheken in München und legte eine Publikationspause ein. 1958 gelang Amery mit der Satire „Die...

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