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Lexikon der Science Fiction-Literatur seit 1900

Mit einem Blick auf Osteuropa

Christoph F. Lorenz

Das Lexikon enthält Informationen über Biographie, Werkanalyse und bibliographische Angaben wichtiger Autoren der deutschsprachigen «Fantasy» und Science Fiction im 20. und 21. Jahrhundert. Überblicksartikel befassen sich darüber hinaus mit Fragen des Genres, deutscher Literatur vor und nach 1945, skandinavischen Werken seit 1900, osteuropäischen Werken und angloamerikanischer Fiktion.

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Andres, Stefan (Christoph F. Lorenz)

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| 199 →

Christoph F. Lorenz

Andres, Stefan

Biographie

Am 26. Juni 1906 wurde Stefan Andres bei Dhrönchen/Trier geboren als neuntes Kind einer Müllersfamilie. In den Südniederlanden sollte er Priester werden, studierte dort am Collegium Josephinum bei den Jesuiten und ab 1918 in Bonn. Zwischenzeitlich (ab 1926) war er Krankenpfleger in Trier und lebte wieder bei seiner Familie. Von 1926–1928 lebte er als Klerikernovize bei den Krefelder Kapuzinern. Sein Noviziat scheiterte, worauf er in Bensheim das Externenabitur ablegte. Von 1929 an studierte Andres Germanistik und Kunstgeschichte in Köln, Jena und Berlin. Heirat 1932. Tätigkeit beim Rundfunk in Köln. 1934 auf Reisen in Ägypten und Griechenland; die Leidenschaft für den Mittelmeerraum sollte Andres zeitlebens begleiten. 1936 legte er die bedeutende Novelle „El Greco malt den Grossinquisator“ vor, mit kryptischen Anspielungen auf die Diktatur des Nationalsozialismus.

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