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Lexikon der Science Fiction-Literatur seit 1900

Mit einem Blick auf Osteuropa

Christoph F. Lorenz

Das Lexikon enthält Informationen über Biographie, Werkanalyse und bibliographische Angaben wichtiger Autoren der deutschsprachigen «Fantasy» und Science Fiction im 20. und 21. Jahrhundert. Überblicksartikel befassen sich darüber hinaus mit Fragen des Genres, deutscher Literatur vor und nach 1945, skandinavischen Werken seit 1900, osteuropäischen Werken und angloamerikanischer Fiktion.

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Jünger, Ernst (Nicolai Glasenapp)

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Nicolai Glasenapp

Jünger, Ernst

Biographie

Ernst Jünger wurde am 29. März 1895 in Heidelberg u. a. als Bruder des späteren Schriftstellers Friedrich Georg Jünger geboren. Nach Schulzeit und zahlreichen Umzügen meldete er sich zu Beginn des Ersten Weltkriegs als Kriegsfreiwilliger und wurde als Späh- und Sturmtruppenführer an der Westfront eingesetzt. Er verfasste ein Kriegstagebuch und erhielt 1918 den Pour-le-mérite-Orden. Nach Aktivitäten in der neuen Reichswehr erschien erstmals 1920 mit „In Stahlgewittern“ das Werk, das Jüngers Existenz als Schriftsteller begründete und bis heute kontrovers diskutiert wird. Im Zweiten Weltkrieg war er als Hauptmann bei der Wehrmacht tätig und nahm am Frankreich-Feldzug 1940 teil. Nach Unterstützung im Stab des deutschen Militärbefehlshabers in Paris und dem Ende des Zweiten Weltkriegs löste Jünger eine Kontroverse aus, indem er den Fragebogen der Alliierten zur Entnazifizierung nicht ausfüllte, was ein Publikationsverbot bis 1949 nach sich zog. Jünger zog nach Wilflingen um, wo er ab 1951 und bis zu seinem Tod am 17. Februar 1998 wohnte. Zeit seines Lebens unternahm er zahlreiche Reisen und arbeitete aktiv an der Gestaltung einer Gesamtausgabe ‚letzter Hand‘ seiner eigenen Werke. Aufgrund seiner politischen Gedanken sowie seiner Haltung zum Krieg und zum Nationalismus und Nationalsozialismus gilt Jünger als problematischer Autor.

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