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Lexikon der Science Fiction-Literatur seit 1900

Mit einem Blick auf Osteuropa

Edited By Christoph F. Lorenz

Das Lexikon enthält Informationen über Biographie, Werkanalyse und bibliographische Angaben wichtiger Autoren der deutschsprachigen «Fantasy» und Science Fiction im 20. und 21. Jahrhundert. Überblicksartikel befassen sich darüber hinaus mit Fragen des Genres, deutscher Literatur vor und nach 1945, skandinavischen Werken seit 1900, osteuropäischen Werken und angloamerikanischer Fiktion.

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Lehr, Thomas (Timo Rouget)

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Timo Rouget

Lehr, Thomas

Biographie

Thomas Lehr, geboren am 22. November 1957 in Speyer, absolvierte sein Abitur in Ludwigshafen und studierte an der Freien Universität Berlin von 1979 bis 1983 Biochemie und Naturwissenschaften. Dort arbeitete er längere Zeit als Systemverwalter. 1983 beschloss Lehr, Schriftsteller zu werden und lebt seit 1999 als freier Schriftsteller in Berlin, wo er 2012 an die Akademie der Künste berufen wurde. Er ist verheiratet und hat eine Tochter.

Werkanalyse

Thomas Lehr zählt aufgrund zahlreicher Literaturpreise, z. B. dem Berliner Literaturpreis (2011) und dem Marie Luise Kaschnitz-Preis (2012), zu den renommiertesten Schriftstellern der Gegenwart. Sein Gesamtwerk umfasst inzwischen acht Romane. Lehrs erster Roman „Die Erhöhung“ (1995) fand keinen Verlag, sodass er ihn erst nach dem Durchbruch seines zweiten Buches, „Zweiwasser oder Die Bibliothek der Gnade“ (1993), veröffentlichen konnte. Auf mehreren Zeitebenen erzählt sein eigentliches Erstlingswerk „Die Erhöhung“ die Geschichte einer transgenerationellen Traumatisierung. Das die Zeitspanne von 1918 bis 1985 umfassende Buch besteht aus zwei Geschichten, die der Autor durch eine opulente Erzählweise miteinander verknüpft. In seinem offiziellen Debütroman „Zweiwasser oder Die Bibliothek der Gnade“ konstruiert Lehr die Lebensgeschichte eines erfolglosen Schriftstellers mit krimineller Neigung. Das Werk stellt eine satirische Literaturkritik dar und erregte vor allem aufgrund des als Epitaph betitelten Schlusskapitels Aufsehen: eine zukünftige Bibliothek des Anderen unterläuft sämtliche Strategien und Selektionsmechanismen der Verlage und sammelt alles, was überhaupt in...

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