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Lexikon der Science Fiction-Literatur seit 1900

Mit einem Blick auf Osteuropa

Edited By Christoph F. Lorenz

Das Lexikon enthält Informationen über Biographie, Werkanalyse und bibliographische Angaben wichtiger Autoren der deutschsprachigen «Fantasy» und Science Fiction im 20. und 21. Jahrhundert. Überblicksartikel befassen sich darüber hinaus mit Fragen des Genres, deutscher Literatur vor und nach 1945, skandinavischen Werken seit 1900, osteuropäischen Werken und angloamerikanischer Fiktion.

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Ransmayr, Christoph (Timo Rouget)

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Timo Rouget

Ransmayr, Christoph

Biographie

Christoph Ransmayr, am 20. März 1954 im oberösterreichischen Wels geboren, studierte als Sohn eines Volksschullehrers Philosophie und Ethnologie in Wien. Nach der Arbeit als Kulturredakteur und Autor für verschiedene Zeitschriften, z. B. Extrablatt oder Geo, lebt er seit 1982 als freier Schriftsteller in Wien und West Cork in Irland. Bekannt sind seine umfangreichen Reisen nach Asien oder Nord- und Südamerika, sodass er sich selbst als Halbnomaden bezeichnet. 2012 erhielt er zudem zusammen mit Raoul Schrott eine Poetik-Dozentur an der Universität Tübingen.

Werkanalyse

Christoph Ransmayr zählt zu den renommiertesten deutschsprachigen Gegenwartsliteraten, dessen Werk in über 30 Sprachen übersetzt wurde. In seinen vielfältigen Veröffentlichungen verknüpft er anspruchsvolle Handlungsverläufe mit ambitionierten Formen, wofür er neben dem ökonomischen Erfolg positive Resonanz in den Feuilletons und auch zahlreiche Literaturpreise bekam, darunter 1995 den Franz-Kafka-Preis, 2007 den Heinrich-Böll-Preis der Stadt Köln und 2013 den Ernst-Toller-Preis. Mehrere seiner Romane hat er zudem selbst als Hörbücher eingelesen, die durch seinen charakteristischen Vortragsstil ebenfalls Anerkennung fanden. Signifikant für seine Arbeitsweise ist zudem, dass die Entstehung seiner Romane viel Zeit beansprucht. Sein Œuvre, das von seinen Expeditionserfahrungen geprägt ist, lässt sich keinem eindeutigen Genre zuordnen, wobei die Motive wie Reisen in extreme Witterungen, das Fremde, das Zivilisatorische gegen das Barbarische sowie der apokalyptische Untergang das Gesamtwerk durchziehen. Auffallend ist zudem die Konstruktion einer...

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