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In mehreren Sprachen studieren

Repräsentationen und Praktiken von Mehrsprachigkeit in dreisprachigen Studienprogrammen an der Universität Luxemburg

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Rahel Stoike-Sy

Die Autorin untersucht die sprachlichen Repräsentationen und Praktiken Studierender in dreisprachigen Masterstudienprogrammen an der Universität Luxemburg. Sie analysiert hierbei die Mehrsprachigkeit aus einer angewandt-sprachwissenschaftlichen und soziolinguistischen Perspektive und verbindet einen ethnografischen Ansatz mit konstruktivistischer Grounded Theory. Das Buch hält fest, dass die individuellen und kollektiven Sprachrepertoires Studium und Unterricht beeinflussen und die Umsetzung institutioneller Mehrsprachigkeit in der Praxis formen.

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2 Kontextualisierung der empirischen Studie

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2 Kontextualisierung der empirischen Studie

2.1 Internationalisierung der Hochschulen

Universitäten stellen heute mehr denn je einen wichtigen Wirtschaftsfaktor für Staaten dar. Zwischen den Institutionen herrscht ein harter Wettbewerb um die besten Forscher, Studierenden und Ressourcen. Schumann spricht von einem „internationale[n] Bildungsmarkt“, der sich im Zusammenhang mit der Globalisierung entwickelt hat (vgl. Schumann 2008a: 15). Zwar werden die Begriffe ‚Globalisierung‘ und ‚Internationalisierung‘ häufig synonym verwendet, doch verweisen sie auf unterschiedliche Phänomene, die Jenkins anhand der Entwicklung der globalen Hochschullandschaft illustriert. ‚Globalisierung‘ bedeute die Zunahme an Wirtschaftsbeziehungen weltweit, die aus freien Märkten resultieren. Internationalisierung stelle dagegen eine Reaktion auf Globalisierungsphänomene dar (vgl. Jenkins 2014: 2–3). In ihren Internationalisierungsstrategien integrieren Hochschulen in Europa und anderen Teilen der Welt internationale und/oder interkulturelle Dimensionen in ihre Organisation und Verwaltung. Die Internationalisierung berührt aber auch die Belange der heimischen und internationalen Studierenden und Forscher (vgl. Knapp & Schumann 2008: 7). So kann die Förderung der Mobilität Studierender als zentrales Element der Internationalisierungsstrategien von Hochschulen angesehen werden. Dies ist beispielsweise verbunden mit einem Anstieg der Anzahl Studierender weltweit, die im Ausland studieren. Während die USA, Großbritannien und Australien, gefolgt von Frankreich und Deutschland, 2008 noch circa 50 % aller internationalen Studierenden aufnahmen, bieten inzwischen immer mehr Hochschulen auch in anderen, nicht-englischsprachigen Regionen, Kurse auf Englisch an, um ausländische Studierende anzuziehen (vgl. Jenkins 2014: 3–4). Die Internationalisierung geht oft mit der Schaffung und dem Ausbau von Austauschprogrammen einher. Dass...

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